Spiel 2018: Ein Feuerwek an Innovationen

„Komm, spiel mit!“ – diesem Ruf folgen auch in diesem Jahr erwartungsgemäß mehr als 180.000 Brettspielfans. Sie erwartet auf der Spiel '18 mit mehr als 1150 Ausstellern aus 50 Nationen (Vorjahr 1100) auf einer noch einmal deutlich gestiegenen Ausstellungsfläche von 80.000 Quadratmetern (Vorjahr 72.000) ein Feuerwerk an Innovationen. In rund vier Wochen ist es soweit.

Auf der Spiel 2018 werden 180.000 Besucher erwartetWeg vom Digitalen, hin zum Realen – das wünschen sich immer mehr Menschen in ihrer Freizeit. Ein Trend, von dem Brett- und Kartenspiele in den vergangenen Jahren stark profitiert haben. Und so ist es insbesondere die jüngere Generation, die am Spieltisch mit Begeisterung würfelt und taktiert und der Branche weltweit rasante Wachstumszahlen beschert. Wer beim Thema Brettspiel nur an Monopoly und Mensch ärgere Dich nicht denkt, hat die Entwicklung verschlafen. Moderne Spiele schaffen heutzutage echte Erlebnisse. Es steht weniger das Zählen von Siegpunkten im Mittelpunkt, sondern das Erschaffen von Spielwelten. Immer mehr Menschen halten sich gern und lange in diesen Welten auf.

 

Eine kleine Vorschau auf die Neuheiten

Mit einer kleinen Vorschau macht der ausrichtende Friedhelm Merz Verlag den Brettspielfans aus aller Welt jetzt schon den Mund wässrig:

Zu beobachten ist eine Entwicklung hin zu ganz individuellen Spielausgaben, die vor ein paar Jahren mit sogenannten Legacy-Spielen begann. Kein Legacy-Spiel gleicht dem anderen, denn seine Regeln und Komponenten verändern sich von Runde zu Runde, abhängig von den Entscheidungen der Spieler, unwiderruflich. In diesem Jahr wird nun das erste sogenannte Unique Game „Discover – Zu unentdeckten Landen“ (Asmodée) vorgestellt. Dabei wurde die ganz überwiegende Mehrzahl aller im Spiel befindlichen Komponenten für jedes Spiel unterschiedlich ausgewählt. So kann man nie sicher sein, was sich in einer Box verbirgt, und kein Spiel spielt sich wie das andere.

Planet (Blue Orange) lässt zwei bis vier Spieler ab acht Jahren eine ganze Welt in ihren Händen gestalten. Zug für Zug bedecken sie einen großen, zwölfseitigen Würfel mit Landschaften. Ziel des Spiels ist es, den eigenen Planeten so attraktiv wie möglich für Tiere zu machen, die dort einen Lebensraum finden können.

Im dritten Teil der Hexbug-Serie von Ravensburger wird es ebenfalls spannend: Bis zu vier Spieler ab sechs Jahren fliehen gemeinsam vor „Kakerlacula“. Der Fürst der Finsternis wird durch einen elektronischen Käfer dargestellt, der durch die Räume seines Schlosses flitzt und mit Knoblauchchips und Kerzen in Schach gehalten werden muss. Wenn alles nichts hilft, kommt das Katapult zum Einsatz und schleudert Kakerlacula in hohem Bogen in die Kulisse.

„kNOW!“ (Ravensburger) ist ein Quizspiel, das dank Google Assistant immer aktuell ist. Die mehr als 1500 Quizfragen wechseln täglich. Zudem spielt auch der aktuelle Standort der Spieler eine Rolle, denn je nachdem wo man sich befindet, fallen die Antworten auf Fragen wie "Wann geht morgen die Sonne auf?" oder "Wie weit ist es von hier nach Honululu?" unterschiedlich aus. Möglich macht das der Google Assistant. Dieser kostenlose digitale Sprachassistent hat auf alle Fragen die aktuelle Antwort parat und erklärt vor Spielbeginn auch die Regeln. Und wer keine Lust darauf hat online zu spielen, für den gibt es auch eine Version, die ohne Sprachassistent spielbar ist.

 

Spiegelkabinett und antiquarische Bücher

Ein strategisches Schwergewicht ist „Teotihuacan, die Stadt der Götter“ (Schwerkraft Verlag). Über einen derzeit extrem populären Würfeleinsetzmechanismus kämpfen die Spieler um den Ausbau der aztekischen Tempelstadt und darum, den größten Anteil daran zu haben. Das Spiel besticht dabei durch seine reiche Ausstattung, mit der unter anderem eine große mittelamerikanische Pyramide gebaut werden kann.

Ein echtes Spiegelkabinett bringt der Verlag Matagot aufs Spielbrett. Bei „Princess Jing“ von Roberto Fraga ringen zwei Spieler ab acht Jahren darum, die namengebende Thronfolgerin durch ein Labyrinth aus drehbaren Spiegeln zu führen, um sich mit ihren Getreuen zu treffen. Die bösen Häscher sind ihr dicht auf den Fersen. Die Spiegel helfen dabei, die Vertrauten der Prinzessin zu finden oder verraten die Position der Prinzessin an den Gegner. Wer macht das Rennen?

Facade Games ist ein Anbieter, dessen Spielcover an antiquarische Bücher erinnern und die das Herz von Brettspielenthusiasten höher schlagen lassen. Auf der Spiel ‘18 stellt der amerikanische Verlag seine Neuheit „Deadwood 1876“ vor.

Eine geheime Institution aus dem Darknet hat in „X-Code“ (Amigo) zugeschlagen und einen Computervirus freigesetzt, der droht, alle Daten im Internet zu vernichten. Die Spieler sind die letzte Hoffnung, diese weltweite Katastrophe abzuwenden. Alle spielen gleichzeitig und haben drei Minuten Zeit, einen unbekannten zwölfstelligen Code zu knacken. Das neue Spiel enthält Top-Secret-Material für neun weitere Level mit abwechslungsreichen Herausforderungen.

 

Rahmenprogramm und kostenloser Spielguide

Mit dem Wachstum der Spiel und einer immer größer werdenden Anzahl von Ausstellern aus aller Herren Länder wächst auch das Rahmenprogramm noch einmal beträchtlich. In diesem Jahr wurden mehr als 1300 einzelne Messe-Events gemeldet. Eine Datenbank, in der Besucher sich über Signierstunden von Spieleautoren und Comiczeichnern, über Turniere und Wettbewerbe, Messepanels und vieles mehr informieren können, geht circa 14 Tage vor Messestart auf der Homepage der Spiel unter www.spiel-messe.com online.

An allen drei Eingängen wird es zudem erstmals einen kostenlosen 64 Seiten starken Messeführer,  den Spiel-Guide, geben. Dieser überaus nützliche Führer enthält neben den Hallenplänen eine komplette Neuheitenliste, einzelne Programm-Highlights und Tipps rund um den Messebesuch.


Öffnungszeiten: Vom 25. bis 27. Oktober (Donnerstag bis Samstag) sind die Messehallen von 10 bis 19 Uhr geöffnet, am 28. Oktober (Sonntag) von 10 bis 18 Uhr.

Eintrittspreise: Erwachsene zahlen 13 Euro, Kinder bis zwölf Jahre 7 Euro. Der Eintritt für Schüler, Studenten, Rentner und Schwerbehinderte kostet 10 Euro. Eine Familienkarte für fünf Personen (zwei Erwachsene, drei Kinder bis zwölf Jahre) ist für 30 Euro zu haben. Erhältlich sind die Karten online auf der Homepage der Messe Essen oder bei Eventim.

Infos zu Dauerkarten und Karten für Fachbesucher gibt es unter

www.spiel-messe.com

 

Fotos: ©forkART Photography - stock.adobe.com; Merz Verlag

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