Halloween: Ideen für einen gruseligen Spieleabend

Verfasst von juk am . Veröffentlicht in Berichte und Interviews Zugriffe: 2052

Nicht jeder mag an Halloween verkleidet auf eine große Partys gehen. Doch auch zu Hause kann man einen gruseligen Abend mit Familie oder Freunden verbringen. Warum nicht einen Spieleabend zum Thema Halloween veranstalten? Es gibt zahlreiche Brettspiele, die dafür perfekt geeignet sind – und die sich um Geister und Monster drehen. Die Spieledorf-Redaktion stellt Euch eine Auswahl vor.

 Grusel für kleine Geister

Geistesblitz 5vor12Vor allem Kinder haben Spaß an Gespenstern, Vampiren und Co. Auf Geistersuche geht es bei der Geistesblitz-Reihe des Zoch Verlags. Drei Spiele sind inzwischen erschienen: „Geistesblitz“, „Geistesblitz 2.0“ (je 10,99 Euro) sowie im Herbst ganz neu „Geistesblitz 5 vor 12“ (17,99 Euro). Allen drei Spielen ist gemein, dass es um ein gutes Auge, Kombinationsgabe und schnelle Reaktionen geht. Schließlich muss nach bestimmten Vorgaben auf einer Karte so flott wie möglich eine passende Holzfigur geschnappt werden. Die ersten beiden Teile können kombiniert werden um den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen. Das neueste Spiel der Reihe wartet mit noch mehr Holzfiguren und neuen Regeln auf – damit es garantiert nicht langweilig wird.

 

Hexenhochhaus SpielIn der „Nacht der magischen Schatten“ (Haba, 29,95 Euro) kommen einmal im Jahr die magischen Bewohner eines verwunschenen Zauberwalds zusammen. Aber im Dämmerlicht zeichnen sich nur die Schatten der Wesen ab. Wer errät, welcher Bewohner nicht um das Lagerfeuer getanzt ist? Die Konturen der Schatten spielen dabei eine wichtige Rolle. Für mehr Atmosphäre lässt sich das Spiel auch toll im Halbdunkeln spielen.

Wer sich traut, kann auch dem Hexenhochhaus (Drei Magier, 24,99 Euro) einen Besuch abstatten. Bei diesem Merk- und Laufspiel müssen sich kleine Hexen und Hexer schnell durch das Hochhaus bewegen – mit einem magnetischen (oder magischen?) Hexenbesen. Die Schwierigkeit: Nicht immer mag der Besen eine Hexe mitnehmen…

 

Gespenstische Spiele für die ganze Familie

Im „Panic Lab“ (Gigamic, 8,99 Euro) ist die Panik ausgebrochen – und ein paar Viren gleich dazu. Diese müssen wieder eingefangen werden. Bei der Suche im Labor helfen die Würfel: Sie verraten, welche Farbe das Virus hat und in welche Richtung es verschwunden ist. Aber Vorsicht: Die Viren benutzen Lüftungsschächte um sich zu verstecken. Und manchmal wechseln sie auch Farbe und Muster. Da ist ein schnelles Auge gefragt.

Mehr Fantasie und das „Denken um die Ecke“ verlangen die „Black Stories“ (Moses Verlag, je 8,95 Euro). Inzwischen gibt es zahlreiche Varianten. Von der Movie- bis zur Mystery-Edition. Allen gleich ist, dass sie rabenschwarze Rätselgeschichten enthalten. Die Rater bekommen nur eine Vorgabe – und müssen anhand von Fragen das Rätsel lösen. Böse: Der Fragesteller darf nur mit Ja oder Nein antworten.

Geister Geister SchatzsuchmeisterEtwas friedlicher geht es bei „Geister, Geister Schatzuchmeister“ (Mattel, 32,99 Euro) zu. Dabei ist eher der Name das „Grusel-Programm“ für Halloween. Szenerie ist ein altes, englisches Herrenhaus mit allem, was dazugehört. Und das sind nun einmal auch Geister und mächtige Spukgestalten. Sie wollen die Spieler daran hindern, die Schätze aus dem Haus zu holen. Es gilt, die Gruselgestalten schnellstmöglich zu verjagen. Schön: Alle Spieler bilden ein Team und müssen gegen die Geisterfiguren antreten. Es wird also miteinander gespielt, nicht gegeneinander.

Ein schauriges Würfelspiel sind die „Zombiewürfel“ (Pegasus Spiele, 12,95 Euro) sowie deren Erweiterung „Zombiewürfel 2“ (7,95 Euro). Mit 13 speziellen Zombiewürfeln – den „Opfern der Spieler“ – geht es darum, soviel Gehirn wie möglich zu ergattern. Nur, wer nicht genug bekommt, muss damit rechnen, dass sein Spielzug zwangsweise von einer Schrotflinte beendet wird. Die Erweiterung enthält drei neue Würfel, die gleichzeitig auch drei neue Möglichkeiten bieten, „Zombiewürfel“ zu spielen.

Voodomania SpielZwei spannende Kartenspiele für einen Halloween-Spieleabend sind „Nox – bis auf die Knochen“ und „Voodoo Mania“ (beide Huch! & friends, je 7,95 Euro). Bei „Nox“ wetteifern zwei bis sechs Spieler darum, wer der gerissenste Halunke ist. Dabei gilt es, in der eigene Auslage Karten mit möglichst hohen Punktzahlen zu hamstern. Erschwert wird das dadurch, dass Mitspieler auch die gegnerische Auslage nutzen dürfen. Dabei werden gern mal wichtige Karten verdeckt… Bei Voodoo Mania wird der neue Voodoo-Meister gesucht. Dafür müssen möglichst alle Zutatenkarten in den „Kessel“ wandern. Leider hat man nicht immer die passende Zutat auf der Hand – dann ist Voodoo-Zauber gefragt.

 


Halloween-Spaß für zwei Spieler

„Pure Halloween“ (Mind Fit Games, um 20 Euro) ist eine Strategiespiel für zwei Personen. Gespielt wird auf einem Spielbrett mit neun Feldern, die ebenfalls jeweils aus neun Feldern bestehen und das an ein Sudoku-Feld erinnert. Die Spieler setzen abwechselnd ihre Figuren in eines der Felder – jede neue Figur muss an eine bereits liegende angrenzen. Auch im Verlauf des Spiels darf niemals ein Spielstein allein auf dem Feld liegen. Später wird dann mit den Figuren gezogen. Die Schwierigkeit erhöht sich dadurch, dass jede Figur – ähnlich wie beim Schach – nur auf eine ganz bestimmte Art gezogen werden darf. Sieger ist, wer zuerst einen Spielstein seiner Farbe in jedem der neun Felder liegen hat.

 

Allein mit Monster & Co.

Magischer WaldWer an Halloween lieber allein spielt, ist mit Logik- und Puzzlespielen gut beraten. Bei „Monsters“ (Smartgames, 19,99 Euro) gilt es, die gefräßigen Monster in der richtigen Reihenfolge zu stapeln. Die Figuren werden laut einer Aufgabenstellung aufgebaut und dürfen nur auf eine ganz bestimmte Weise bewegt werden. Erhöht wird die Schwierigkeit dadurch, dass die kleinen Monster verschiedene Aussparungen am Rand haben und nicht jedes Monster aufs andere passt…

In den „Magischen Wald“ entführt ein Reise-Logikspiel (Smartgames, 9,99 Euro). 48 Aufgaben warten darauf, gelöst zu werden. Aus neun Puzzleteilen muss jeweils der richtige Weg aus dem verzauberten Wald gelegt werden. Aber Vorsicht: Manchmal darf der Weg an der schwarzen Katze oder dem Einhorn vorbei führen, ein anderes Mal nicht. So entsteht jedes Mal eine völlig neue Wegekombination.

 

Zombie-Horror für die Großen

Wer sich beim Spieleabend an Halloween richtig gruseln will, der folgt den Zombies übers Spielbrett. In „Zombicide“ (Asmodée, 59,95 Euro) übernehmen die Spieler die Rolle eines Überlebenden. Jeder hat eine andere Fähigkeit, die sich gegen die Untoten einsetzen lässt –Teamwork ist gefragt. Die infizierte Zombie-Horde wird mithilfe eines Kartenstapels und einfacher Regeln über das Spielbrett gesteuert. Das Besondere: Der Spielplan ist zum Teil aus beweglichen Karten zusammengesetzt und lässt sich verändern. Es gibt insgesamt zehn vorgegebene Missionen, die Spieler können sich aber auch eigene Aufgaben ausdenken. Zudem ist das Spiel auch allein spielbar – der Spieler übernimmt dann einfach mehrere Charaktere der Überlebenden.

Walking Dead BoxEbenfalls um Zombies geht es bei „The Walking Dead“ (Kosmos, 29,99 Euro). Das Spiel geht auf die gleichnamige Fernsehserie zurück. Die Menschheit steht kurz vor der Auslöschung. Die Spieler versuchen, als Überlebende Nahrung, Waffen und Verbündete zu sammeln. Vorsicht! Sollte einer gebissen werden, dann verwandelt er sich selbst in einen sogenannten „Walker“ und jagt fortan seine Mitspieler. Sieger ist, wer die notwendigen Gegenstände als Erster zurück ins Camp bringt.

Nicht von einer TV-Serie, sondern von einer Kurzgeschichte hat sich Spiele-Erfinder Henning Poehl inspirieren lassen. Sein Bluff-Spiel „Die Ratten im Gemäuer“ (Sphinx-Verlag, 12,95 Euro) geht auf die gleichnamige Geschichte von H.P. Lovecraft zurück. Darin verliert der Protagonist nach und nach den Verstand, weil er Ratten im Mauerwerk eines alten Gebäudes zu hören glaubt. Und da setzt auch das Spiel an. Die Spieler würfeln reihum, auf jedem Würfel gibt es vier Blankofelder, eines mit einer, eines mit zwei Ratten. Nach seinem Wurf verkündet der Spieler die Rattenzahl. Dabei darf er durchaus lügen. „Hört“ er Ratten im Gemäuer, muss er ein Gehirn (die Währung im Spiel) abgeben. Denn wer Ratten hört, verliert ja schließlich den Verstand. Hört er keine, ist es am nächsten Spieler, das zu glauben oder nicht. Dieses Bluff-Spiel gewinnt, wer seine Sinne beisammen und seinen Verstand behält. Die Auflage ist auf 1000 Stück limitiert.

 

Fotos: © Redaktion Spieledorf (2), Zoch Verlag (1), Schmidt-Spiele (1), Hutter Trade (1), Kosmos (1), Romolo Tavani / Fotolia.com (1 Symbolbild Halloween).

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