Club der Tatzen: Masken, Miezen, Meisterdetektive

Im Club der Tatzen von Haba treffen Katzen, Masken und jede Menge detektivischer Spürsinn aufeinander. Das Deduktionsspiel lädt zum Rätseln und Kombinieren ein und mischt Familienspaß mit einem Hauch Strategie.

Das Wichtigste in Kürze

Club der Tatzen HABA SpieleschachtelName: Club der Tatzen

Verlag: Haba

Jahr: 2019

Autor: Connor Reid

Illustration: Hombre (Pablo Fontagnier)

Altersangabe: ab 7 Jahren

Dauer: ca. 20 Minuten

Spieleranzahl: 2 bis 4

Auszeichnungen: ---

Verlagshomepage: www.haba.de

Preisempfehlung des Herstellers: ca. 12,99€

Erweiterungen: ---


Kartoninhalt – was bringt Club der Tatzen mit?

  • 64 Masken in vier Farben
  • 40 Katzenkarten
  • 19 Eigenschaftskarten
  • 4 Infokarten
  • 4 Fächer für die Geheimkarten
  • 1 Startspielerkarte
  • 1 Spielanleitung

Spielplan/Spielmaterial

Der Club der Tatzen kommt in einer handlichen, kompakten Schachtel daher. Das Material ist durchweg auf Familien mit Kindern zugeschnitten: stabile Pappmasken, humorvolle Illustrationen auf den Karten und robuste Sichtschirme („Fächer“), die auch nach mehreren Spielrunden kaum Abnutzungserscheinungen haben. Die Masken sind farblich klar voneinander abgegrenzt. Die Illustrationen von Pablo Fontagnier punkten mit einem kindgerechten, warmen Look, der das Thema Maskenball und Katzen in einer verspielten Weise darstellt und trotzdem auch Erwachsene anspricht.

Die mitgelieferte Anleitung ist kurz, verständlich und mit Beispielen illustriert. Selbst Brettspielanfänger können sich zügig mit dem Regelwerk vertraut zu machen. Die Auslage der Karten sowie der Ablauf sind nachvollziehbar erklärt, sodass der Einstieg problemlos gelingt.


Club der Tatzen: Spielvorbereitung

Zu Beginn bauen die Spieler ihre „Detektivausrüstung“ auf: Jeder nimmt sich einen farbigen Fächer, einen Satz Masken und erhält drei Eigenschaftskarten, die für die anderen Mitspieler nicht sichtbar in den Fächer gesteckt werden. Die restlichen Eigenschaftskarten bleiben ungenutzt in der Schachtel, wodurch bei späteren Partien die Kombinationsmöglichkeiten und damit der Wiederspielwert steigen. Zusätzlich gibt es für alle eine Übersichtskarte über die möglichen Merkmale – von Fellfarben über Muster bis hin zu schicken Accessoires. Danach bekommt jeder zusätzlich drei Katzenkarten. Die Masken werden griffbereit platziert, und eine Person wird als Startspieler gewählt.


  • Packung

    Packung

  • Spielmaterial

    Spielmaterial

  • Spielaufbau

    Spielaufbau

  • Spielaufbau Detail

    Spielaufbau Detail

  • Rückseite

    Rückseite


    Spielablauf – so wird Club der Tatzen gespielt

    Im Zentrum von Club der Tatzen stehen – wie bei Deduktionsspielen üblich – kluges Kombinieren und aufmerksames Beobachten. Jeder Spieler hat drei geheime Eigenschaften, die es für die Mitspieler zu entlarven gilt – ein bisschen wie das klassische Cluedo, nur mit Masken und Miezen.

    Der aktive Spieler legt eine seiner drei Handkarten, auf denen verschiedene Katzenmerkmale abgebildet sind, in der Tischmitte aus. Diese Merkmale reichen von Posen über Fellfarben bis zu Accessoires und Mustern. Jetzt prüfen alle Mitspieler ihren eigenen Fächer: Wer mindestens eines der Merkmale auf der eben ausgespielten Karte in seinen geheimen Eigenschaften wiederfindet, legt eine seiner Masken auf diese Karte. Gibt es mehrere Übereinstimmungen, genügt trotzdem eine Maske pro Spieler.

    Nach dem Platzieren der Masken kommt das Wesentliche ins Spiel: der Verdacht. Der aktive Spieler darf nun einschätzen, welche Eigenschaft ein Mitspieler besitzt – beispielsweise „Ich glaube, du hast das Merkmal getigert!“ Liegt er richtig, muss der Verdächtigte die Eigenschaft offenlegen und gibt eine Maske als Punkt ab. Ist der Verdacht falsch, erhält der zu Unrecht Verdächtigte seinerseits eine Maske vom aktiven Spieler. Ziel ist es, selbst möglichst wenig Eigenschaften preiszugeben und gleichzeitig durch aufmerksames Mitdenken schnell die Eigenschaften der anderen zu erkennen.

    Runde um Runde werden so Masken an Meisterdetektive verteilt, Verdächtigungen ausgesprochen und Eigenschaften aufgedeckt. Das Spiel endet, wenn ein Spieler all seine Eigenschaften offenlegen musste oder keine Masken mehr verfügbar sind. Für den Sieg sind alle Masken fremder Farbe sowie verdeckt gebliebene Eigenschaften Punkte wert.


    Bewertung: Wie finden wir Club der Tatzen?

    Club der Tatzen ist ein Spiel, das auf mehreren Ebenen punktet – vor allem durch seine Zugänglichkeit, kurze Spieldauer und eine Prise Taktik zwischen durchschaubaren Katzen und cleveren Verdächtigungen. Kinder ab sieben Jahren (und auch Jüngere mit etwas Spielerfahrung) finden sich dank einfacher Regeln schnell zurecht. Die lustig illustrierten Karten animieren zum Vergleichen, Kombinieren und Mitspekulieren, ohne zu überfordern. Für Kinder besteht der Reiz besonders darin, zu bluffen und ihre Identität zu verschleiern. Die Erfolgserlebnisse bei einer geglückten Enthüllung sorgen für strahlende Gesichter. Der Glücksfaktor – etwa beim Nachziehen der richtigen Katzenkarten – hält sich in Grenzen, ist aber ein Element, das gerade in gemischten Spielgruppen für Chancengleichheit sorgt.

    Eltern und Kinder spielen häufig mit sehr unterschiedlichen Erwartungen – Club der Tatzen schafft es, beide Seiten abzuholen. Die Runden sind kurz, meist unter einer halben Stunde, locken aber zu mehreren Durchgängen hintereinander. Erwachsene schätzen das strategische Potenzial der Verdachtsmomente und die kleinen Finten. Es gibt schnelle Erfolgserlebnisse; niemand bleibt lange außen vor, und Frust kommt kaum auf – auch weil kein Spieler vorzeitig ausscheidet und bis zuletzt mitspielen kann.

    Eine kleine Schwäche: Für Erwachsene ohne Kinder oder erfahrene Vielspieler bietet Club der Tatzen auf Dauer zu wenig Tiefgang. Die Deduktionsmechanik ist nett, aber sehr durchschaubar – und die strategischen Möglichkeiten erschöpfen sich nach einigen Runden schnell. Wer vor allem auf anspruchsvolle Deduktion und langfristige Spielmotoren setzt, wird hier nicht ausreichend gefordert. Trotzdem: Als Absacker für Vielspielerrunden oder für Kurzweil auf Reisen ist Club der Tatzen eine Runde wert. Allein schon wegen der humorvollen Illustrationen.

    Längere Partien mit nur zwei Spielern sind eher zäh. Das Spiel entfaltet sein volles Potenzial erst mit drei oder vier Teilnehmern. Zu zweit kann es passieren, dass die Verdachtsspirale ein wenig ins Stocken gerät – wen soll man denn auch Verdächtigen? Es gibt ja nur einen Gegenspieler.

    Tipp der Redaktion: Empfehlenswert ist Club der Tatzen auch als Reisespiel, da es wenig Platz benötigt und schnell aufgebaut ist.


    Spielkriterien

    • Glück/Zufall: 5/10
    • Wissen: ---
    • Logisches Denken: ---
    • Gedächtnis: 3/10
    • Strategie/Taktik: 7/10
    • Interaktion: 6/10
    • Geschicklichkeit: ---

    Fazit

    Club der Tatzen ist ein liebevoll gestaltetes Familienspiel, das Deduktion leicht zugänglich macht. Für Eltern und Kinder, die gemeinsam rätseln und ein wenig um die Ecke denken möchten, ist es ein idealer Einstieg ins Genre – und sorgt für viele lebhafte Duelle am Küchentisch. Wer neues Material für tiefsinnige Spieleabende sucht, wird zwar nicht dauerhaft bedient, doch als kurzweiliger Spaß verfehlt Club der Tatzen selten sein Ziel.

    Fotos: © HABA

     

    9 GESAMTPUNKTZAHL

    Unsere Wertung

    Langzeitspielspaß

    9/10

    Qualität Spielmaterial

    9/10

    Spielanleitung

    10/10

    Einfacher Zugang

    8/10

    Preis/Leistung

    10/10

    VORTEILE

    • Ein humorvoll illustriertes Spiel für schöne Familien-Spieleabende.

    NACHTEILE

    • Für erfahrene Vielspieler bietet Club der Tatzen auf Dauer zu wenig Herausforderung.

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