Ein Kartenspiel, das die ganze Familie herausfordert: Bei „Elementals“ von Adlung Spiele geht es nicht nur ums blitzschnelle Reagieren, sondern auch ums genaue Hinsehen. In diesem Spiel dreht sich alles um die kleinen Wesen aus Wasser, Erde, Feuer oder Luft, die ständig ihre Gestalt wechseln.
Das Wichtigste in Kürze
Name: Elementals
Verlag: Adlung Spiele
Jahr: 2005
Autor: Roberto Fraga, Claude Vaselli
Illustration: Alexander Jung
Altersangabe: ab 8 Jahren
Dauer: ca. 10-15 Minuten
Spieleranzahl: 2 bis 6
Auszeichnungen: ---
Verlagshomepage: www.adlung-spiele.de
Preisempfehlung des Herstellers: ca. 7 Euro
Erweiterungen: ---
Kartoninhalt – was bringt Elementals mit?
- 48 Elementals-Karten (Wesen in verschiedenen Elementen und Körperteilen)
- 12 Sonderkarten (je 4 verrückte Wesen, 4 Doppelwesen, 4 Magier)
- 6 Zauberbuchkarten
- Mehrsprachige Kurzanleitung (deutsch, englisch, französisch, italienisch, spanisch)
Spielplan/Spielmaterial
Elementals kommt, typisch für Adlung Spiele, in einer handlichen kleinen Kartonschachtel daher. Die Karten sind knuffig illustriert – die kleinen Elementals mit ihren verschiedenen Körperteilen wirken schon recht putzig. Die Unterschiede zwischen Feuer-, Wasser-, Luft- und Erd-Elementals sind klar erkennbar und machen das Kartenspiel auch für Kinder verständlich. Die Kartenqualität ist solide, sie sind etwas dicker und langlebig genug für viele schnelle Runden – nicht ganz unwichtig, denn hier wird durchaus mal hektisch draufgehauen.
Die Anleitung ist kurz und einfach verständlich. Zu Beginn mag der Ablauf vielleicht etwas verwirrend erscheinen, aber schon nach der ersten Proberunde ist alles klar. Vorteilhaft: Beispiele und eine Übersicht der Sonderkarten erleichtern den Einstieg.
Negativ auffallen kann die Schachtel: Der Karton nutzt sich an den Kanten schnell ab, besonders wenn er in der Tasche transportiert wird. Aber das ist bei Spielen dieser Preisklasse und Größe selten zu vermeiden und auch meckern auf hohem Niveau.
Elementals: Spielvorbereitung
Bevor der wilde Spaß beginnt, werden alle Elementals- und Sonderkarten gründlich gemischt und jeder Spieler erhält gleich viele Karten. Diese legt jeder Spieler als verdeckten Nachziehstapel vor sich ab. Außerdem bekommt jeder noch eine Zauberbuchkarte. Dann wird eine Karte als Startkarte offen sichtbar in die Mitte gelegt. Schon kann es losgehen.
Spielablauf – so wird Elementals gespielt
Das eigentliche Spielprinzip ist schnell erklärt und erinnert entfernt an Klassikern wie Halli Galli – nur mit einem anderen Mix durch die bunten Elementals. Jede Karte zeigt ein kleines Elementar-Wesen, das aus drei Teilen (Kopf, Bauch, Beine) besteht. Die einzelnen Teile tragen verschiedene Merkmale, die jeweils zu einem der vier Elemente gehören. Ziel ist es, möglichst schnell zu erkennen, wenn die offene Karte in der Mitte mit einer der ausgelegten Karten des eigenen Stapels bei zwei der drei Teile übereinstimmt. Wer das bemerkt, haut blitzschnell mit der flachen Hand auf die Karte in der Mitte.
Wer eine solche Übereinstimmung entdeckt und schneller als alle anderen reagiert, schnappt sich die Karten aus der Mitte und die Ablagestapel der anderen Spieler.
Spezielle Sonderkarten bringen dazu noch mehr Würze ins Spiel: Wird ein verrücktes Wesen gezogen, müssen die Spieler sofort die Karte in der Mitte mit ihrem Zauberbuch klatschen. Derjenige, der das zuerst schafft, erhält alle Elementarwesen des Stapels und legt sie unter seinen eigenen Nachziehstapel. Anschließend gehen die Zauberbücher zurück an ihre Besitzer.
Bei Doppelwesen wird die Karte aus dem Spiel entfernt. Das nächste Elementarwesen, das aufgedeckt wird, kommt zusätzlich in die Mitte des Tisches. Alle weiteren aufgedeckten Elementarwesen müssen dann mit zwei (oder mehr) Karten in der Mitte verglichen werden, wobei zwei gleiche Bereiche mit einer Karte ausreichen.
Wenn der Magier aufgedeckt wird, wird diese Karte ebenfalls aus dem Spiel genommen. Nach einem Countdown müssen alle Spieler eine Karte aufdecken, weitere Sonderkarten haben dabei keine Funktion mehr. Dann gilt es wieder, schnell zu klatschen, wenn ein aufgedecktes Elementarwesen zwei gemeinsame Bereiche mit dem Elementarwesen in der Mitte aufweist.
Das Spiel endet, wenn ein Spieler (bei mehr als vier Personen zwei Spieler) keine Karten mehr hat. Wer dann die meisten Karten gesammelt hat, gewinnt das Spiel – ganz einfach, ohne Rechnerei oder langwierige Endabrechnung.
Bewertung: Wie finden wir Elementals?
Elementals ist ein Kartenspiel, das es schafft, Generationen zusammen an den Tisch zu holen. Die Mischung aus Schnelligkeit, Aufmerksamkeit und der Suche nach Gemeinsamkeiten begeistert Spieler jedes Alters gleichermaßen – vorausgesetzt, alle sind für ein hektisches Spiel zu haben.
Kinder haben dabei aber einen großen Vorteil: Sie sind blitzschnell und haben beim „Elementals“-Spiel meist die besten Karten im wahrsten Wortsinn. Die farbenfrohen Figuren und das lustige Draufhauen sprechen Kinder sehr an. Da das Regelwerk kurz und leicht verständlich ist, gelingt der Einstieg auch ohne ausgiebige Regelerklärung. Die Spielrunden sind spaßig und abwechslungsreich, Langeweile kommt so schnell nicht auf.
Insbesondere die Fähigkeit, Muster rasch zu erkennen, wird spielerisch gefördert. Das Thema Elemente ist für Kinder faszinierend und lädt zu eigenen Geschichten und Fantasien ein. Sehr schön ist außerdem: Das Spiel fördert die Frustrationstoleranz, denn – wie bei allen Reaktionsspielen – gewinnt nicht immer der Kleinste oder der Älteste, sondern stets der, der am aufmerksamen und schnellsten ist. In gemischten Gruppen, zum Beispiel beim Spieleabend mit der Familie, punktet „Elementals“ vor allem als kleine Abwechslung zwischendurch. Die unkomplizierte Art des Spiels, das dennoch Kopfarbeit verlangt, gefällt auch Erwachsenen, die sonst mit schnellen Reaktionsspielen nichts am Hut haben.
Elementals ist kein typisches Kennerspiel und begeistert weniger, wenn Strategie im Vordergrund stehen soll. Auch Taktikfüchse kommen nicht auf ihre Kosten, das Spiel lebt vom Flow und der Gruppendynamik.
Tipp der Redaktion: Je mehr Mitspieler, desto witziger und lauter wird es. Kinder sollten vor allem mit Gleichaltrigen zusammenspielen, damit keiner überfordert oder benachteiligt wird. Wer einen besonderen Dreh in seine Runde bringen will, kann den Sonderkarten eigene Funktionen geben.
Spielekriterien
- Glück/Zufall: 8/10
- Wissen: ---
- Logisches Denken: ---
- Gedächtnis: ---
- Strategie/Taktik: ---
- Interaktion: 10/10
- Geschicklichkeit: 8/10
Fazit
Elementals ist ein Kartenspiel, das schnelle Reaktionen und scharfe Augen fordert, ohne zu überfordern. Dank kurzer Regeln, knuffiger Optik und flottem Ablauf eignet sich das Spiel gleichermaßen für Spieler jedes Alters – immer dann, wenn man gemeinsam ein bisschen wetteifern möchte. Das kleine Packmaß macht Elementals zudem zu einem idealen Reisespiel.
Fotos: © Redaktion Spieledorf



