Monster-Alarm: Klein, bunt, monstermäßig gut

Manchmal ist weniger mehr – genau das beweist „Monster-Alarm“. Das kleine Kartenspiel sorgt mit simplen Regeln und verrückten Monstern für kurzweiligen Spielspaß. Zugleich ist dank des Glücksfaktors jede Partie anders und immer wieder aufregend.

Das Wichtigste in Kürze

Monster-Alarm Edition Spielwiese SpieleschachtelName: Monster-Alarm

Verlag: Coppenrath Verlag / Edition „Die Spiegelburg“

Jahr: 2011

Autor: Ivan de Faveri

Illustration: ---

Altersangabe: ab 6 Jahren

Dauer: ca. 15 Minuten

Spieleranzahl: 2 bis 4

Auszeichnungen: Empfehlungsliste Kinderspiel des Jahres 2012

Verlagshomepage: www.coppenrath.de

Preisempfehlung des Herstellers: ca. 7 Euro

Erweiterungen: ---


Kartoninhalt – was bringt Monster-Alarm mit?

  • 104 farbig gestaltete Spielkarten mit Monster-Illustrationen
  • Eine mehrsprachige, gut gegliederte Spielanleitung

Die Karten befinden sich in einem kleinen Schuber im Karton.


Spielplan/Spielmaterial

Das Herzstück sind die 104 Spielkarten, die mit witzigen, bunten Monstern in fünf Farben versehen sind. Es gibt:

  • gelbe und grüne Monster, die für Pluspunkte stehen
  • blaue und rote Monster, die Minuspunkte bringen
  • und violette Joker-Monster mit Sonderfunktion

Die Karten sind hochwertig und angenehm dick, was häufiges Mischen und Spielen möglich macht, ohne dass die Karten zu schnell abgenutzt sind. Die Illustrationen treffen den Geschmack vieler Kinder: putzig, außergewöhnlich und dabei keinesfalls gruselig. Die Monster wirken eher lustig als abschreckend – perfekt für die Zielgruppe. Erwachsene werden sich zwar eher wenig an den Monstergesichtern erfreuen, doch die Qualität überzeugt auch anspruchsvolle Spielefans.

Einen weiteren großen Pluspunkt verdient die Spielanleitung: Sie ist gut verständlich, knackig auf das Wesentliche reduziert, übersichtlich gestaltet und lässt selbst Neulingen keinen Zweifel am Ablauf.


Monster-Alarm: Spielvorbereitung

Nach dem Durchmischen der bunten Karten werden diese gleichmäßig an alle Mitspieler verteilt. Jede Person bildet nun zwei Stapel mit der Bildseite nach oben und legt diese vor sich ab. Das war schon alles.


  • Die Verpackung

    Die Verpackung

  • Der Schuber sorgt für Ordnung

    Der Schuber sorgt für Ordnung

  • Die Monster-Karten

    Die Monster-Karten


    Spielablauf – so wird Monster-Alarm gespielt

    Jeder Spieler hat vor sich sein ezwei Stapel aus seinen erhaltenen Monstern, beide Stapel liegen offen. Reihum darf man nun eine der beiden ausliegenden Karten auswählen und nach Farblogik in eine der vier Monsterreihen in der Tischmitte legen (eine Reihe je Farbe: Gelb, Grün, Blau, Rot). Keine Monster dürfen bei einer anderen Farbe abgelegt werden; Joker (violett) hingegen passen sich der Farbe an, in deren Reihe sie landen.

    Mit jeder ausgespielten Karte wächst die Spannung, denn sobald eine Reihe die vierte Karte einer Farbe enthält, bricht Monster-Alarm aus. In diesem Fall muss der aktive Spieler alle vier Karten dieser Reihe aufnehmen. Das ist manchmal ärgerlich – besonders wenn es lauter Minusmonster sind –, manchmal aber auch Grund zur Freude, wenn dadurch wertvolle Plusmonster ins eigene Punktekonto wandern.

    Die Plusmonster (gelb und grün) bringen am Schluss Pluspunkte ein, die Minuspunkte (blau und rot) werden abgezogen. Joker richten sich nach der Farbe der Reihe, der sie beim Aufnehmen zugeordnet wurden. Nachdem der letzte Spieler seine Karten abgelegt und alle Stapel leer sind, erfolgt die Endwertung: Alle Plusmonster zählen als ein Punkt hinzu, alle Minuspunkte werden abgezogen. Wer am Ende die höchste Punktzahl aufweist, gewinnt und bekommt die Krone des Monsterbändigers verliehen

    Kurz zusammengefasst:

    • Karten mischen und verteilen
    • Zwei offene Stapel pro Spieler
    • Farblich passende Karte in die Mitte legen – je mehr Mitspieler, desto taktischer
    • Wer die vierte Karte einer Farbreihe legt, muss die Reihe aufnehmen
    • Plusmonster sammeln, Minuspunkte vermeiden
    • Joker passen sich an
    • Nach Verteilung aller Karten Endabrechnung
    • Sieger ist, wer die meisten Pluspunkte erzielt hat

    Das klingt leichter, als es sich manchmal anfühlt, denn Glück ist nicht alles und ein bisschen Taktik ist durchaus möglich. Es lohnt sich, den nächsten Mitspieler im Blick zu behalten und zu kalkulieren, ob die eigene Karte einer Reihe eher den anderen schadet oder einem selbst nützt.


    Bewertung: Wie finden wir Monster-Alarm?

    Der Ablauf ist denkbar einfach, sorgt aber – wie bei vielen guten Kinderspielen – für überraschend viel Interaktion zwischen den Mitspielern. Mitfiebern gehört dazu, wenn eine Farbreihe kurz vor dem Monster-Alarm steht. Erwachsene erleben einen interessanten Mix aus Kontrolle und Zufall: Es gibt stets einen kleinen taktischen Spielraum (man sieht zwei Karten seiner eigenen Stapel und weiß, welche Karten dem Gegner zur Verfügung stehen), doch spätestens, wenn nur noch ein Stapel übrig ist, übernimmt das Glück zunehmend die Regie.

    Das Spielmaterial verdient viel Lob. Die Karten sind robust und verkraften zahlreiche Partien, ohne dass Eselsohren oder Materialschwund drohen. Die prägnanten Farben und die auffälligen Monstermotive sorgen für Übersicht und erleichtern die Zuordnung – selbst jüngere Kinder erkennen schnell, welche Farben Plus- oder Minuspunkte einbringen. Die Verpackung ist so gestaltet, dass alles sicher verstaut werden kann – hilfreich für den mobilen Einsatz auf Reisen und im Urlaub.

    Monster-Alarm lebt vom Glück. Auch wenn Spieler etwas taktieren können, ist die Einflussnahme begrenzt, zumal gegen Ende meist nur noch eine Karte zur Verfügung steht. Das sorgt für manch glückliche Wendung, allerdings auch für gelegentliches Unverständnis („Warum bekomme immer ich die roten Monster?“). Weil eine Partie aber angenehm kurz ist, bleibt der Frust im Rahmen; häufig folgt direkt die nächste Runde.

    Vielspielern und auch spielerfahrenen Kindern könnten Abwechslung oder Spieltiefe fehlen. Für Kinder, die sich nicht schnell langweilen oder auf Frust mit Eifer reagieren, bleibt Monster-Alarm allerdings über lange Zeit attraktiv.

    Tipp der Redaktion: Wer das Frustpotenzial bei jüngeren Mitspielern abfedern möchte, kann als Hausregel einführen, dass jeder Spieler zu Beginn ein Joker-Monster erhält, dass beliebig einsetzbar ist.


    Spielekriterien

    • Glück/Zufall: 9/10
    • Wissen: ---
    • Logisches Denken: ---
    • Gedächtnis: ---
    • Strategie/Taktik: 6/10
    • Interaktion: 6/10
    • Geschicklichkeit: ---

    Fazit

    Monster-Alarm ist ein leicht zugängliches Kartenspiel, das mit Witz, gelungenem Monsterthema und kurzen Partien begeistert. Die Mischung aus Glück und kurzen strategischen Entscheidungswegen sorgt für Spannung und „monstermäßigen“ Spaß, ohne zu verkopft zu sein. Wer ein unterhaltsames Spiel für zwischendurch sucht, ist hier genau richtig.

    Fotos: © Redaktion Spieledorf

     

    10 GESAMTPUNKTZAHL

    Unsere Wertung

    Langzeitspielspaß

    9/10

    Qualität Spielmaterial

    10/10

    Spielanleitung

    10/10

    Einfacher Zugang

    10/10

    Preis/Leistung

    10/10

    VORTEILE

    • Monster-Alarm punktet mit liebevoll gestalteten Monstern und unkomplizierten Regeln.

    NACHTEILE

    • Wer Wert auf tiefergehende Strategie legt oder mit Frust bei unglücklicher Kartenverteilung nur schwer umgehen kann, wird Monster-Alarm nicht mögen.

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