Mehr oder weniger: Das rasante Zählspiel

Zahlen, Farben, Symbole – und alles in atemberaubender Geschwindigkeit! „Mehr oder weniger“ von ist ein Kartenspiel, das dazu herausfordert, blitzschnell zu erfassen, zu zählen und zu reagieren. Für alle, die Spannung, Action und einen kleinen Nervenkitzel am Spieletisch suchen.

Das Wichtigste in Kürze

Mehr oder weniger Adlung Spiele SchachtelName: Mehr oder weniger

Verlag: Adlung Spiele

Jahr: 2008

Autor: Karsten Adlung

Illustration: Peter Braun

Altersangabe: ab 8 Jahren

Dauer: 10 bis 15 Minuten

Spieleranzahl: 2 bis 8 Spieler

Auszeichnungen: ---

Verlagshomepage: adlung-spiele.de

Preisempfehlung des Herstellers: 12 €

Erweiterungen: ---


Kartoninhalt – was bringt Mehr oder weniger mit?

  • 14 bedruckte Zahlenkarten (7 mit Wellenlinien, 7 mit Doppellinien)
  • 25 Motivkarten mit Symbolen und Farben
  • 27 Suchkarten mit Symbol- oder Farbvorgaben
  • Spielanleitung

Spielplan/Spielmaterial

Klein, handlich, robust – „Mehr oder weniger“ präsentiert sich als typisches Adlung-Kartenspiel im praktischen Mini-Karton. Die Karten haben die gewohnte Standardgröße und liegen gut in der Hand, das Kartenmaterial ist stabil und hält auch mehrfache Spielrunden ohne Probleme aus. Die Farbgebung sowie die deutlichen Symbole auf den Karten sorgen dafür, dass sich die Motive gut unterscheiden lassen.

Die Anleitung ist zwar verständlich geschrieben, allerdings – verpackungsbedingt – ziemlich klein und entsprechend auch in sehr kleiner Schrift gedruckt. Es empfiehlt sich, vor der ersten Runde ein paar Minuten zum genauen Lesen einzuplanen – oder für Sehschwächere gegebenenfalls eine Lupe bereitzulegen. Klar verständlich sind die Regeltexte trotzdem, sodass ein schneller Spieleinstieg gelingt.


Mehr oder weniger: Spielvorbereitung

Bevor es losgeht, werden die 14 Zahlenkarten gemischt und offen kreuz und quer in die Tischmitte gelegt – es gilt, im späteren Spielverlauf blitzschnell nach der richtigen Karte zu greifen. Die Such- sowie Motivkarten werden zusammen gemischt. Die vier obersten Karten kommen verdeckt neben die Schachtel, sie bilden den Ablagestapel. Die übrigen Karten werden gleichmäßig auf vier Stapel verteilt und an die Spieler ausgegeben. Bei weniger als vier Spielern erhalten manche Spieler zwei Stapel, bei mehr als vier Spielern bekommen einige keinen Kartenstapel.

Der Spieltisch sollte bei „Mehr oder weniger“ keineswegs zu klein gewählt werden. Denn für den nötigen Überblick und mehr Geschwindigkeit ist etwas Platz gefragt – das ist wichtig, da insbesondere bei vielen Spielern der Action-Faktor deutlich anzieht.


  • Schachtel

    Schachtel

  • Beispielkarten

    Beispielkarten

  • Rückseite

    Rückseite


    Spielablauf – so wird Mehr oder weniger gespielt

    Pro Runde decken alle Spieler gleichzeitig die obersten Karten ihrer Stapel auf – ab jetzt kommt Hektik auf, denn Konzentration und ein scharfes Auge sind gefragt. Die aufgedeckten Suchkarten zeigen, welche Symbole oder Farben auf den Motivkarten gezählt werden müssen (es gilt immer das Motiv/Farbe in Richtung Tischmitte). Während jetzt alle parallel wie wild zählen, gilt es, möglichst schnell das richtige Ergebnis zu ermitteln. Wer die Lösung gefunden hat, schnappt sich blitzschnell die passende Zahlenkarte aus der Tischmitte.

    Jetzt wird überprüft, ob die gewählte Karte auch wirklich korrekt ist. Wer sich verzählt hat, geht in dieser Runde leer aus. Die Suchkarten kommen auf den Ablagestapel, die Motivkarten bleiben aber liegen. Mit jeder folgenden Runde wächst also die Schwierigkeit, da immer mehr Motivkarten ausliegen. Erst wenn sieben oder mehr Motivkarten offen ausliegen, kommen diese auf den Ablagestapel und es geht mit vier neuen Karten weiter. Kann keine Karte mehr aufgedeckt werden, endet das Spiel.

    Das Spiel zu zweit, beziehungsweise für Kinder ab 6 Jahren, verläuft anders. Für beide Varianten gibt es in der Spielanleitung eigene Regeln.


    Bewertung: Wie finden wir Mehr oder weniger?

    Mit „Mehr oder weniger“ liefert Adlung Spiele ein rasantes Zählspiel ab, das es schafft, Spannung, Ärgerfaktor und Spielerinteraktion in eine kleine Schachtel zu packen. Wer gern zählt, vergleicht und sich messen möchte, kommt hier voll auf seine Kosten. Das Schöne: Alle spielen gleichzeitig mit – es gibt keine langen Wartepausen.

    Das Spiel spricht eine breite Zielgruppe an. „Mehr oder weniger“ funktioniert nahezu überall. Der einfache Einstieg macht es außerdem ideal für Gelegenheitsspieler. Besonders bei Kindern fördert das Spiel Wahrnehmung, schnelles Zählen und Konzentration. „Mehr oder weniger“ wird übrigens auch in Schulen, Vorschulen und Therapien eingesetzt, um differenzierte Wahrnehmung und Mengen- / Zahlenerfassung) zu fördern oder Kinder mit Rechenschwäche (Dyskalkulie) zu spielerisch an Zahlen heranzuführen.

    Aber: Wer beim Zählen oder Interpretieren der Karten zu langsam oder zu ungenau ist, schaut häufig in die sprichwörtliche Röhre. Gemischte Gruppen aus schnellen Erwachsenen und jüngeren Kindern muss man entsprechend moderieren oder auch eigene Hausregeln einführen, damit die Motivation nicht auf der Strecke bleibt. Der Glücksfaktor ist insgesamt gering, dafür entscheiden tatsächlich Können und Geschwindigkeit.

    Die Illustration ist übersichtlich, ästhetisch ein bisschen 80er-Jahre, aber zweckmäßig – mehr braucht es auch nicht. Die Schachtel ist so kompakt wie möglich, was das Spiel ideal für die Reise oder unterwegs macht –  auch wenn das Spiel selbst einen etwas größeren Tisch benötigt als vielleicht anfangs gedacht.

    „Mehr oder weniger“ ist generationsübergreifend spielbar, wobei ältere Spieler unter Umständen mit dem sehr fordernden Reaktionsteil ihre liebe Mühe haben könnten. Kinder sind da einfach flotter. Das Spiel ist vor allem dann interessant, wenn sich die Teilnehmer bezüglich Schnelligkeit und Reaktionsfähigkeit auf ähnlichem Niveau bewegen.

    Vielspieler werden vielleicht feststellen, dass der Reiz nach mehreren Partien ein wenig nachlässt. Das Spielprinzip bleibt stets identisch. Als gelegentliche Auffrischung für das Gehirn ist „Mehr oder weniger“ aber ideal und lässt sich eigentlich immer wieder bei einem Spieleabend dazwischenschieben.

    Tipp der Redaktion: Die Symbole und Farben auf den Motivkarten eignen sich hervorragend, um eigene Regeln zu kreieren.


    Spielekriterien

    • Glück/Zufall: 2/10
    • Wissen: ---
    • Logisches Denken: ---
    • Gedächtnis: ---
    • Strategie/Taktik: ---
    • Interaktion: 8/10
    • Geschicklichkeit: 6/10

    Fazit

    „Mehr oder weniger“ ist ein temporeiches Kartenspiel, das mit einfachen Mitteln viel Dynamik und Spaß an den Tisch bringt – und gleichzeitig einen Lerneffekt mitbringt.

    Fotos: © Redaktion Spieledorf

    8 GESAMTPUNKTZAHL

    Unsere Wertung

    Langzeitspielspaß

    7/10

    Qualität Spielmaterial

    8/10

    Spielanleitung

    7/10

    Einfacher Zugang

    10/10

    Preis/Leistung

    10/10

    VORTEILE

    • Flottes Kartenspiel, das für Spannung sorgt und auch einen Lerneffekt hat.

    NACHTEILE

    • Die Anleitung ist sehr klein geschrieben – was allerdings der Schachtel im Spielkartenformat geschuldet ist.

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