Magie für den Spieltisch: Top That von Pegasus entführt zusammen mit Magier Stapeles in eine schnelle, bunte Zauberwelt. Dabei sind flinke Finger und ein wacher Geist gefragt, um mit Bechern, Hut und Hase den magischen Turm als Erster zu vollenden.
Das Wichtigste in Kürze
Name: Top That
Verlag: Pegasus Spiele
Jahr: 2017
Autor: Thierry Denoual
Illustration: Stéphane Escapa
Altersangabe: ab 6 Jahren
Dauer: 10 bis 20 Minuten
Spieleranzahl: 2 bis 4
Auszeichnungen: ---
Verlagshomepage: www.pegasus.de
Preisempfehlung des Herstellers: ca. 25 Euro
Erweiterungen: ---
Kartoninhalt – was bringt Top That mit?
- 4 x schwarzer Zylinderhut
- 4 x roter Becher
- 4 x orange Röhre
- 4 x grüne Münze
- 4 x weißer Hase
- Deck mit 55 beidseitig bedruckten Aufgaben- bzw. Zauberkarten
- Kurzanleitung in mehreren Sprachen
Spielplan/Spielmaterial
Anders als bei vielen Brettspielen gibt es keinen klassischen Spielplan bei Top That. Im Vordergrund stehen die Zaubergegenstände. Diese sind aus stabilem Kunststoff und für kleine wie erwachsene Hände gut zu greifen. Die Farbgebung ist sowohl auffällig als auch funktional, da sie Teil der Rätsellogik ist – alle Farben sind gut auseinander zu halten. Die Aufgaben sind leicht zu entschlüsseln und zeigen immer, welche Teile sichtbar und welche zu verstecken sind. Ein winziger Kritikpunkt: Die Kärtchen könnten etwas stabiler sein.
Top That: Spielvorbereitung
Die Vorbereitung von Top That ist kinderleicht und in weniger als einer Minute erledigt. Jeder Spieler erhält ein komplettes Set aus den fünf Zaubergegenständen und platziert sie vor sich auf dem Tisch. Der Stapel mit den Zauberkarten wird gemischt und als verdeckter Nachziehstapel in die Tischmitte gelegt – das war’s schon!
Spielablauf – so wird Top That gespielt
Jetzt heißt es: Auf die Plätze, fertig, zaubern! Die Karte in der Tischmitte zeigt an, welche Gegenstände im Zauberturm sichtbar sein müssen (farbig) und welche versteckt werden sollen (grau). Teile, die nicht abgebildet sind, bleiben unberücksichtigt. Bei Top That bauen alle Spieler gleichzeitig ihren magischen Turm nach den Vorgaben. Klingt einfach, doch die Tücke steckt im Detail: Je nach Karte müssen Gegenstände kreativ ineinander geschachtelt und gestapelt werden – das erfordert räumliches Denken und Schnelligkeit.
Wer als Erster fertig ist, ruft „Top That!“ Sofort wird kontrolliert, ob alle Bedingungen erfüllt sind:
- Ist der Turm korrekt gebaut, bekommt der Spieler die Karte als Punkt.
- Haben sich Fehler eingeschlichen, ist der Spieler für diese Runde raus, die anderen können weitermachen.
Sieger ist, wer als Erstes fünf Karten/Punkte gesammelt hat.
Bewertung: Wie finden wir Top That?
Top That überzeugt als temporeiches Geschicklichkeitsspiel, das durch sein cleveres Material und seinen sofortigen Wiederspielreiz punktet. Schon das Auspacken fühlt sich wie das Öffnen eines kleinen Zauberkoffers an: Hut, Hasenfigur und Co. wirken hochwertig und machen auch nach vielen Runden eine gute Figur. Die Regeln sind in einer Minute verinnerlicht, sodass ohne große Erklärung direkt losgespielt werden kann. Gerade weil keine Wartezeiten entstehen und alle gleichzeitig spielen, hält Top That die Spannung hoch und vermeidet Langeweile – ideal für Familien mit Kindern.
Im Kern ist Top That ein Wettlaufspiel, bei dem Geschicklichkeit, visuelle Auffassungsgabe und schnelle Problemlösung gefragt sind. Besonders Kinder sind meist mit Feuereifer dabei und liebäugeln schnell mit einem kleinen „Zaubersieg“ gegen ihre Eltern. Erwachsene sind ebenso gefordert, unterschätzen manchmal die Feinheiten einzelner Aufgaben. Perfekt also, um Jung und Alt zu einem zauberhaften Stapel-Wettstreit zu animieren.
Darüber hinaus trainiert Top That die Augen-Hand-Koordination, das schnelle Kombinieren und – nicht zu unterschätzen – die Frustrationstoleranz. Fehler sind schnell gemacht, der nächste Versuch aber nie weit. Mit steigendem Können wächst auch der Ehrgeiz, von Runde zu Runde schneller werden zu wollen.
Die farbenfrohen Zaubergegenstände sind robust und halten einiges aus. Auch nach etlichen Spielen gibt es kaum Abnutzungserscheinungen. Da alles im Karton Platz findet, ist Auf- und Abbau im Nu erledigt.
Ein kleines Manko: Wer das Spiel öfter spielt, merkt schnell, dass sich die Aufgaben in ihren Kombinationsmöglichkeiten irgendwann wiederholen. Erwachsene finden mit der Zeit schneller heraus, welche Stapeltricks funktionieren. Der Langzeitreiz für reine Erwachsenengruppen bleibt daher begrenzt.
Tipp der Redaktion: Auch jüngere Kinder unter sechs Jahren können mitspielen, wenn sie spielerfahren sind. Dann empfiehlt es sich, vor der ersten Partie die Symbole auf den Karten gemeinsam zu besprechen. Farbige Gegenstände bedeuten „sichtbar stapeln“, graue Gegenstände müssen in anderen versteckt werden und fehlende Teile kommen zur Seite.
Spielekriterien
- Glück/Zufall: ---
- Wissen: ---
- Logisches Denken: 7/10
- Gedächtnis: ---
- Strategie/Taktik: 3/10
- Interaktion: 5/10
- Geschicklichkeit: 10/10
Fazit
Top That ist kein klassischer „Spiel des Jahres“-Kandidat, aber durchaus ein kleines Highlight für lustige Stunden im Familienkreis. Die Mischung aus Speed, Geschick und Tüftelei sorgt für laute Lacher, spannenden Wettstreit und Lust auf noch eine Runde. Wer kurzweiligen Spielspaß sucht, bei dem auch Eltern gefordert werden, ist bei Top That genau richtig.
Fotos: © Redaktion Spieledorf, Pegasus
