Zwoggel: Kleine Wesen unter Steinen

Zwoggel sind niedliche kleine Kreaturen, die unter Steinen leben – aber niemand möchte drei identische von ihnen entdecken. Warum? Dann muss man eines der drei Exemplare nehmen – und wenn das zum dritten Mal passiert, scheidet man aus dem Spiel aus. Alle bauen fleißig hübsche Zwoggel-Fallen und hoffen, dass die Mitspieler hineintappen. 

Das Wichtigste in Kürze:

Zwoggel Steffen Spiele CoverName: Zwoggel

Verlag: Steffen Spiele

Jahr: 2018

Autor: Inon Kohn

Illustration: Bernhard Kümmelmann

Altersangabe: ab 8 Jahren

Dauer: 10 bis 30 Minuten

Spieleranzahl: 2 bis 4

Auszeichnungen: ---

Verlagshomepage: steffen-spiele.com

Preisempfehlung des Herstellers: 14,90 €

Erweiterungen: ---


Kartoninhalt – was bringt Zwoggel mit?

  • 64 doppelseitige Plättchen (Stein-/Zwoggelmotiv)
  • Anleitung

Spielplan/Spielmaterial

Zwoggel ist ein Spiel ohne Spielplan. Die Plättchen sind aus Pappe, fühlen sich aber angenehm stabil in der Hand an. Sie lassen sich gut mischen und halten auch häufiges Umdrehen problemlos aus. Durch die Dicke bleiben die Kärtchen formstabil. Die Illustrationen sind auf das Wesentliche reduziert: Die Zwoggel sind eindeutig als „Wesen“ in rot und grün zu erkennen und haben ein wichtelartiges Aussehen (wenige jüngere Kinder fanden sie allerdings etwas unheimlich). Auf der Rückseite sind schlichte Steine zu sehen.

Die Anleitung fällt angenehm kurz aus, ist verständlich geschrieben und arbeitet mit guten Beispielen für spezielle Spielsituationen. Selbst Einsteiger ohne Vorkenntnisse sind nach wenigen Minuten startklar. 


Zwoggel: Spielvorbereitung

Vor dem Start werden die 64 Kärtchen gut gemischt und mit der „Steinseite“ nach oben gestapelt. Anschließend legt jeder Mitspieler vier Karten verdeckt in der Tischmitte aus, sodass ein zentrales Spielfeld entsteht. Die restlichen Kärtchen bilden die Nachziehstapel. Nun bestimmen die Spieler die Reihenfolge – und schon kann es losgehen.


  • Cover

    Cover

  • Zwoggel Inhalt

    Zwoggel Inhalt

  • Zwoggelseite

    Zwoggelseite

  • Steinseite

    Steinseite

  • Spielfeld

    Spielfeld


    Spielablauf – so wird Zwoggel gespielt

    Wer an der Reihe ist, führt im Wesentlichen zwei Aktionen aus: Zuerst werden zwei beliebige (verdeckte) Steine umgedreht. Zeigen diese Zwoggel – und sind darunter drei gleichfarbige in einer geraden, diagonalen oder senkrechten Reihe zu sehen – gibt es Ärger: Landen drei gleiche Zwoggel nebeneinander, wird man „gefangen“ und muss das letzte Plättchen der Reihe an sich nehmen. Hat man zum dritten Mal das Pech, auf einen dritten Zwoggel zu stoßen, ist Schluss für diese Runde – man scheidet aus. Die Mitspieler versuchen untereinander, möglichst weitere „Zwoggel-Fallen“ zu legen, indem sie nach jeder Runde drei verdeckte neue Steine nachziehen und bewusst so platzieren, dass das Risiko für ihre Nachfolger steigt.

    Mit jeder Runde steigt die Unsicherheit: Wo versteckt sich die nächste Falle? Wer kann sich merken, unter welchem Stein zuletzt ein grüner oder roter Zwoggel gelauert hat? Das schnelle Nachziehen und der Mix aus Glück und Beobachtungsgabe machen Zwoggel zu einem Spiel mit hohem Wiederspielwert, auch weil sich das Spielfeld jede Runde verändert.


    Bewertung: Wie finden wir Zwoggel?

    Zwoggel beweist, dass ein Spiel mit vermeintlich einfachen Mechaniken und reduzierter Ausstattung viel Spaß machen kann. Besonders bei Familien punktet das Legespiel mit seinem flotten Einstieg, den  Illustrationen (zumindest meistens) und hohem Unterhaltungswert. Dass es in den Partien kaum Wartezeiten gibt, ist ein zusätzlicher Pluspunkt. Das Memory-Prinzip ergänzt den Spagat zwischen Glück und Taktik: Wer rein zufällig die Zwoggel-Fallen der anderen aufdeckt, scheidet schnell aus. Aber wer ein bisschen kombiniert und Mitspieler aufs Glatteis führt, kann das Spiel für sich entscheiden.

    Die Altersangabe können wir bestätigen: Kinder ab 8 Jahren kommen mit Zwoggel prima zurecht, da die Regeln eingängig sind. Spielerfahrene, aber jüngere Geschwisterkinder fanden mitunter die grinsenden Zwoggel ein bisschen unheimlich. Frusttoleranz ist ebenfalls ein Stichwort – denn eine Partie kann auch mal „ungerecht“ verlaufen, wenn ein Pechvogel gleich mehrfach in Fallen tritt. 

    Erwachsene entdecken schnell den taktischen Reiz: Wer aufpasst und möglichst die Bewegungen der Kärtchen verfolgt, kann in den richtigen Momenten gezielt riskante Steine meiden oder neue Fallen legen. Für passionierte Vielspieler mag der Anspruch ein wenig zu gering sein, zumal langfristige Strategien nicht möglich sind – dafür liegt der Fokus auf schnellen Partien und lockerer Unterhaltung. Die minimalistische Ausstattung im kleinen Format passt perfekt dazu: Zwoggel ist ein ideales Mitnehmspiel und findet Platz in jedem Rucksack (oder jeder Handtasche).

    In gemischten Generationenrunden funktioniert Zwoggel dann, wenn ältere Spieler auch mal „übersehen“, wo die nächste Falle schlummert – andernfalls könnte es für Kinder schnell frustrierend werden. Das Memory-Prinzip sorgt dennoch für faire Chancen: Mit etwas Aufmerksamkeit kann jeder gewinnen.

    Kritischer zu sehen ist der zusätzliche Glücksfaktor. Wer mit zufällig gezogenen Karten und den damit verbundenen überraschenden Wendungen wenig anfangen kann, fühlt sich mit Zwoggel möglicherweise nicht ausreichend gefordert. Uns gefielen jedoch gerade das Wechselspiel aus Unvorhersehbarkeit und kleinen taktischen Entscheidungen – insbesondere als Aufwärmspiel beim Spieleabend oder als kleine Ablenkung zwischendurch.

    Tipp der Redaktion: Es müssen nicht immer viele Mitspieler sein. Zwoggel ist auch zu zweit als Duellspiel spannend.


    Spielekriterien

    • Glück/Zufall: 7/10
    • Wissen: ---
    • Logisches Denken: ---
    • Gedächtnis: 10/10
    • Strategie/Taktik: 7/10
    • Interaktion: 6/10
    • Geschicklichkeit: ---

    Fazit

    Zwoggel überzeugt als cleveres, zugängliches Familienspiel mit hohem Wiederspielreiz und charmantem Design. Taktik und Glück halten sich die Waage – das macht das Legespiel gerade für Familien und gemischte Spielrunden interessant. Wer allerdings auf tiefer gehende strategische Herausforderungen Wert legt, sollte sich eher anderweitig umschauen.

    Fotos: © Steffen Spiele, Redaktion Spieleldorf

    9 GESAMTPUNKTZAHL

    Unsere Wertung

    Langzeitspielspaß

    8/10

    Qualität Spielmaterial

    10/10

    Spielanleitung

    10/10

    Einfacher Zugang

    10/10

    Preis/Leistung

    9/10

    VORTEILE

    • Familienspiel, das schnell erklärt und generationenübergreifend spielbar ist.

    NACHTEILE

    • Der Glücksfaktor birgt gewisse Frustmomente.

    Besucherstatistik

    Heute: 7
    Diese Woche: 52
    Dieser Monat: 188
    Letzter Monat: 583
    Dieses Jahr: 3.639
    Total: 5.320.658
    Um unsere Webseite optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch das Klicken auf „Akzeptieren“ stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Klicken Sie auf „Ablehnen“, werden keine Tracking-Cookies gesetzt. Die Webseite kann in diesem Fall unter Umständen nicht in vollem Umfang genutzt werden. Weitere Informationen zu den eingesetzten Cookies finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.