Deutscher Spielepreis 2011: Von Weltwundern und Monstern

Verleihung des Spielepreiss 2011Der Abend vor Beginn der Internationalen Spieltage Spiel '11 stand in Essen im Zeichen der Verleihung des Deutschen Spielepreises. Bei diesem Preis sind es die Spieler selbst, die entscheiden, welche der Neuheiten die begehrte Auszeichnung bekommt. In diesem Jahr hatte die Verleihung neben den eigentlichen Siegern einen weiteren Helden. Der Spieleautor Stefan Feld durfte gleich drei Mal auf die Bühne kommen, um sich eine Urkunde abzuholen. Denn so oft war er mit seinen Spielen in den Top Ten vertreten.

 Essener Feder für „Expedition Sumatra“

Zunächst wurde jedoch die Essener Feder verliehen. Der Wanderpreis der Stadt Essen geht traditionell an ein Spiel mit vorbildlicher Regel. 2011 wurde „Expedition Sumatra“ (Irgamoon Spieleverlag) von Britta Stöckmann und Jens Jahnke ausgezeichnet. Die Spielregel von „Expedition Sumatra“ fällt vor allem wegen ihrer Faltung auf, die an einen Stadtplan erinnert. Wichtige Bestandteile sich durch Überschriften klar strukturiert und mit einem Handgriff ist die entsprechende Stelle schnell gefunden. Eine Kurzanleitung auf der Rückseite fasst noch einmal alle wichtigen Punkte übersichtlich zusammen.

 

Willi von Chili auf der Bühne beim Spielepreis 2011

Der Deutsche Kinder-Spielepreis 2011 ging an Inka und Markus Brand für das Spiel „Monsterfalle“ (Kosmos). Damit bekam das Spieleautoren-Paar die Auszeichnung zum zweiten Mal – 2009 war ihre „Burg der 1000 Spiegel“ (Kosmos) bereits mit dem begehrten Preis ausgezeichnet worden. Diesmal gingen die beiden nicht allein auf die Bühne. Im Schlepptau folgte ihnen Willi von Chili, eines der kleinen Monster aus ihrem Spiel. Willi von Chili fühlte sich ausgesprochen geehrt und gab Dominique Metzler vom ausrichtenden Friedhelm-Merz-Verlag gern ein Interview in Zeichensprache.

Der Deutsche Spielepreis 2011 ging an das Spiel „7 Wonders“ (Repos Production) von Antoine Bauza. Auf die Frage, ob er bereits weitere Neuheiten veröffentlicht habe, sagte der belgische Spieleautor: „Natürlich – nur steht im Moment einfach alles im Schatten von 7 Wonders.“ Unglücklich schien er darüber nicht zu sein. Auf der Spiel ’11 wurden Bauzas Neuheiten „7 Wonders Leaders“, eine Erweiterung des Siegerspiels sowie die „Ghost Stories“-Erweiterung „Black Secret“ vorgestellt.

Ob eines von Bauzas Spielen 2012 erneut die begehrte Auszeichnung abstauben kann, ist ungewiss. Sicher ist jedoch, dass sich unter den mehr als 750 vorgestellten Neuheiten der Messe so manche Perle findet, die den Deutschen Spielepreis 2012 verdient hätte.

 

Die Liste der Preisträger 2011

1. 7 Wonders von Antoine Bauza (Repos Production)

2. Die Burgen von Burgund von Stefan Feld (alea/Ravensburger)

3. Troyes von Sébastien Dujardin, Xavier Georges und Alain Orban (Pearl Games)

4. Navegador von Walther M. Gerdts (PD-Verlag)

5. Asara von Wolfgang Kramer und Michael Kiesling (Ravensburger)

6. Mondo von Michael Schacht (Pegasus Spiele)

7. Pantheon von Michael Tummelhofer (Hans im Glück Verlag)

8. Lancaster von Matthias Cramer (Queen Games)

9. Luna von Stefan Feld (Hall Games)

10. Strasbourg von Stefan Feld (Pegasus Spiele)

Deutscher Kinder-Spielepreis 2011: Monsterfalle von Inka und Markus Brand (Kosmos)

Essener Feder: Expedition Sumatra von Britta Stöckmann und Jens Jahnke (Igramoon Spieleverlag)

www.merz-verlag.com

 

Fotos: © Redaktion Spieledorf

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