Spielepreis 2013: Festliche Verleihung in Essen

Spielepreis 2013 LogoAm Abend vor dem großen Start der Spielemesse wurde im feierlichen Rahmen der Deutsche Spielepreis 2013 verliehen. Diese Auszeichnung wird – anders als das Spiel des Jahres – nicht von einer Jury vergeben, sondern von begeisterten Spielern, Lesern von Spielezeitschriften, Fachhändlern und Journalisten. Durch den Abend führte Dominique Metzler, Geschäftsführerin des ausrichtenden Friedhelm Merz Verlags.

Als erster Preis des Abends wurde die „Essener Feder“ übergeben. Dieser Wanderpreis der Stadt Essen wird traditionell an ein Spiel mit vorbildlicher Spielregel verliehen. In diesem Jahr ist das „Die Paläste von Carrara“ des erfolgreiche Autorenduos Wolfgang Kramer und Michael Kiesling. Die Laudatio hielt der Essener Bürgermeister Rudolf Jelinek, der den Gästen im Saal noch einmal die Vorzüge der Spielregel erläuterte. Denn diese ist nicht nur vorbildlich gestaltet, führt schnell ins Spiel ein und ist mit zahlreichen Bildern und Beispielen versehen – nein, sie verfügt auch noch über eine „Erweiterung“ in einem versiegelten Umschlag, den die Spieler erst öffnen sollten, nachdem zwei Runden mit der Basisregel gespielt wurden. Die Auszeichnung nahmen Kramer und Vertreter des Hans im Glück Verlags, in dem das Spiel erschienen ist, entgegen.

 

Die Verleihung der Essener Feder 2013Die Essener Feder 2013 gewannen die„Paläste von Carrara“.

 

Last but not least: Die Verleihung des Kinderspielpreises

Danach ging es beim Spielepreis 2013 quasi Schlag auf Schlag. Die Plätze zehn bis vier wurden nacheinander auf die Bühne gebeten und erhielten Urkunden, bevor es um die Plätze auf dem Treppchen ging. Der dritte Preis ging an „Brügge“ von Stefan Feld, ebenfalls erschienen im Hans im Glück Verlag. Feld war zuvor bereits zweimal ausgezeichnet worden: Sein Spiel „Rialto“ (Pegasus Spiele) landete auf Platz neun, mit „Bora Bora“ (Alea/Ravensburger) auf Platz vier verpasste er die Top Drei nur knapp. Stefan Feld, der hautberuflich als Gymnasiallehrer für Sport und Physik arbeitet, ist ein sicherer Garant für spannenden Spielspaß. In den vergangenen vier Jahren war er immer mit einem oder gleich mehreren Spielen in den Top Ten des Deutschen Spielepreises vertreten. Von Dominique Metzler gefragt, warum er nicht hauptberuflich Spieleautor ist, antwortete Feld: „Das möchte ich gar nicht. Ich kann mir nicht vorstellen, unter Druck Spiele zu erfinden oder nach einem festen Zeitplan arbeiten zu müssen – ich glaube, dann wären die Spiele auch nicht mehr so gut.“

Auf Platz zwei landete „Tzolk’in der Maya Kalender“ von Simone Luciani und Daniele Tascini (Czech Games Edition (CGE)/Heidelberger Spieleverlag). Petr Murmak, Production und Sales Manager von CGE betonte einmal mehr, wie wichtig vor allem der deutsche Markt für die Brettspielwelt ist. Und so war es auch Essen, wo sich der junge Verlag erstmals 2007 vorgestellt hat. Der Verlag war bereits in den Vorjahren zweimal in den Top Ten vertreten, „Tzolk’in“ ist der bislang größte Erfolg von CGE. Noch jünger ist der Feuerland Spiele Verlag, der gleich mit seinem ersten Spiel abräumte: „Terry Mystica“ von Helge Ostertag und Jens Drögemüller bekam den Hauptpreis des Deutschen Spielepreis 2013 verliehen. Das Team um die Verlagsinhaber Frank Heeren und Uwe Rosenberg nutzte die Gunst der Stunde, auf das zweite Werk aufmerksam zu machen: In Essen wurde „Die Glasstraße“ vorgestellt – ein ungewöhnliches Strategiespiel, das sogar allein gespielt werden kann.

Last but not least stand die Verleihung des Kinderspielpreises auf dem Programm. Ausgezeichnet wurde in diesem Jahr „Kakerlakak“ (Ravensburger) von Peter-Paul Joopen. Der freute sich sichtlich und bestätigte, dass im Hause Joopen auch privat viel gespielt wird und die Tochter Papas größte Kritikerin ist. Denn getestet werden Neuheiten immer zuerst im Familienkreis.

Mit der Aufstellung zum Gruppenfoto der Sieger endete die Gala – wir danken dem Friedhelm Merz Verlag, dass wir dabei sein durften.

 

Die Liste der Sieger beim Spielepreis 2013 in der Übersicht:

1. Terra Mystica von Helge Ostertag und Jens Drögemüller (Feuerland Spiele)

2. Tzolk’in der Maya Kalender von von Simone Luciani und Daniele Tascini (Czech Games Edition/Heidelberger Spieleverlag)

3. Brügge von Stefan Feld (Hans im Glück Verlag)

4. Bora Bora von Stefan Feld (Alea/Ravensburger)

5. Die Legenden von Andor von Mochael Menzel (Kosmos)

6. Hanabi von Antoine Bauza (Abacusspiele)

7. Yedo von Wolf Plancke und Thomas Vande Ginste (Eggertspiele/Pegasus Spiele)

8. Keyflower von Sebastian Bleasdale und Richard Breese (R & D Games)

9. Rialto von Stefan Feld (Pegasus Spiele)

10. Augustus von Paolo Mori (Hurrican Edition)

Kinder-Spielepreis 2013: Kakerlak von Peter Paul Joopen (Ravensburger)

Essener Feder: Die Paläste von Carrara von Wolfgang Kramer und Michael Kiesling (Hans im Glück)

www.merz-verlag.com

 Deutscher Spielepreis Gruppenbild 2013Deutscher Spielepreis: Das Sieger-Gruppenbild 2013

 

Fotos: © Redaktion Spieledorf

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