Der Ravensburger Verlag ist eine der bekanntesten Marken der Spielewelt – und weit darüber hinaus. Das blaue Dreieck steht seit Generationen für Spiele, Puzzles und Bücher, die Lernen, Unterhaltung und gemeinsames Erleben miteinander verbinden. Kaum ein Haushalt im deutschsprachigen Raum kommt ohne ein Produkt aus Ravensburg aus.
Tradition seit dem 19. Jahrhundert
Die Geschichte des Ravensburger Verlags reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück. 1883 legte Otto Maier in Ravensburg den Grundstein für das Unternehmen, das sich zunächst auf Bücher und Lehrmaterialien konzentrierte. Schon früh ergänzten Spiele das Sortiment – und wurden schnell zu einem festen Bestandteil des Programms.
Bereits vor dem Ersten Weltkrieg umfasste das Angebot mehrere hundert Titel. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich der Ravensburger Verlag zu einem der prägenden Unternehmen der europäischen Spiele- und Buchbranche.
Ein Meilenstein folgte 1959 mit Memory, einem der erfolgreichsten Spieleklassiker weltweit, der bis heute in unzähligen Varianten erschienen ist.
Vom Familienunternehmen zur internationalen Gruppe
Heute ist der Ravensburger Verlag Teil einer international agierenden Unternehmensgruppe. Neben dem klassischen Spieleverlag gehören auch der Buchverlag sowie Freizeit- und Erlebnisangebote – etwa das Ravensburger Spieleland – zum Unternehmen.
Mit Marken wie BRIO (Holzspielzeug) und ThinkFun (Logikspiele) wurde das Portfolio gezielt erweitert. Ravensburger ist damit längst nicht mehr nur ein Verlag, sondern ein breit aufgestellter Anbieter rund um Spiel, Lernen und Freizeit.
Typisch Ravensburger: Qualität und Zugänglichkeit
Der Ravensburger Verlag steht traditionell für Spiele, die leicht zugänglich sind, dabei aber oft eine besondere Idee oder Mechanik mitbringen. Klassiker und bekannte Titel sind etwa:
- Memory – das weltweit bekannte Gedächtnisspiel
- Scotland Yard – kooperatives Verfolgungsspiel mit versteckter Bewegung
- Das verrückte Labyrinth – Familienklassiker mit variablem Spielplan
Daneben veröffentlicht Ravensburger regelmäßig neue Titel für Kinder, Familien und Gelegenheitsspieler. Ergänzt wird das Programm durch die Marke Alea, unter der strategisch anspruchsvollere Spiele erscheinen – etwa Puerto Rico oder Tikal, die besonders bei Vielspielern hohe Anerkennung genießen.
Preise und prägende Spiele
Der Ravensburger Verlag gehört zu den erfolgreichsten Verlagen in der Geschichte des renommierten Kritikerpreises Spiel des Jahres. Bereits 1979 gewann das Unternehmen mit Hase und Igel die allererste Auszeichnung überhaupt.
Weitere prämierte Titel folgten, darunter:
- Sagaland (1981)
- Scotland Yard (1983)
- Heimlich & Co. (1986)
- Auf Achse (1987)
Auch in späteren Jahren blieb Ravensburger erfolgreich, etwa mit Broom Service, das 2015 als Kennerspiel des Jahres ausgezeichnet wurde.
Darüber hinaus gewannen mehrere Titel den Deutschen Spielepreis, insbesondere im anspruchsvolleren Alea-Programm („Tadsch Mahal“ (2000), „Puerto Rico“ (2002) und „Louis XIV“ (2005)).
Der Ravensburger Verlag heute
Mit mehreren tausend Produkten in den Bereichen Spiele, Puzzles und Bücher gehört der Ravensburger Verlag heute zu den Schwergewichten der Branche. Jährlich erscheinen zahlreiche Neuheiten, von Kinderspielen über Familienspiele bis hin zu strategischen Titeln.
Trotz dieser Größe bleibt das Grundprinzip unverändert: Spiele sollen Menschen zusammenbringen, verständlich sein und langfristig Freude bereiten.
Oder anders gesagt: Das blaue Dreieck steht nicht nur für eine Marke – sondern für ein Stück Spielkultur.
Logo: © Ravensburger