Mehr Kekfe für das Pummeleinhorn

Etwas Sport kann ja nicht schaden. Aber Sport ohne Kekse ist Mord. Pummels Freunde wollen ihn tatkräftig unterstützen und versorgen ihn auf dem Parcours fleißig mit Keksen. Einhornspaß  ist bei „Pummeleinhorn – Der Kekfe Marathon“ garantiert.


Das Wichtigste in Kürze:

Name: Pummeleinhorn – Der Kekfe Marathon (kein Vertipper – mit dem Mund voller Kekse kann auch ein Einhorn nicht deutlich sprechen…)

Verlag: Pegasus Spiele

Jahr: 2017

Autor: Reiner Knizia

Illustration: Stephanie Engel

Altersangabe: ab 6 Jahren

Dauer: 10 bis 15 Minuten

Spieleranzahl: 2 bis 5

Auszeichnungen: ---

Verlagshomepage: www.pegasus.de

Preisempfehlung des Herstellers: 9,95 €

Erweiterungen: ---


Kartoninhalt:

  • 28 Keks-Karten

  • 5 Freunde-Figuren

  • 1 Würfel

  • 1 Pummeleinhorn-Figur

  • 2 Anleitungen (deutsch und englisch)


Spielplan/Spielmaterial:

Würfel und Pummeleinhorn sind aus Holz, die Spielfiguren aus stabiler Pappe. Sie müssen vor jedem Spiel zusammengesteckt und auch nach jedem Spiel wieder auseinandergebaut werden, da sie sonst nicht in die Schachtel passen. Wie lange die – wenn auch stabile – Pappe das mitmacht, bleibt abzuwarten.

Die Kekskarten sind recht klein und auch dünner als normale Spielkarten, dafür aber sehr liebevoll illustriert, zum Teil mit Keksen in Herzchenform. Hübsch anzuschauen sind auch die Spielfiguren, die fünf von Pummels Freunden zeigen: Hund Bisu, Faultier Kuri, Katze Purricorn, Zebrasus und Pummelfee. Die Illustrationen stammen von Pummeleinhorn-Erfindern Stephanie Engel.

Die Spielanleitung ist bebildert und leicht verständlich. Zudem ist sie kurz und knapp gehalten: Sieben Seiten im DinA6-Format.


Spielvorbereitung/Aufbau:

Vor dem Spiel werden die Figuren zusammengesteckt und die Karten gemischt. Je nach Anzahl der Spieler wird eine bestimmte Anzahl Karten verteilt: Bei zwei Spielern je acht Karten, bei drei Spielern sieben Karten und so weiter. Die Karten legen die Spieler so vor sich aus, dass diese einen Kreis ergeben. Zwischen den Kartenstrecken sollte etwas Platz bleiben – in diese Lücken werden die entsprechende Anzahl Freunde-Spielfiguren gestellt. Sie haben die alleinige Funktion, anzuzeigen, wo die Kartenstrecke eines Mitspielers beginnt. Gezogen wird mit ihnen nicht. Zum Schluss werden Würfel und Pummeleinhorn bereit gelegt.


  • Pummeleinhorn Kekfe Pack
    Die Verpackung von Pummeleinhorn - Der Kekfe Marathon.
  • Pummeleinhorn Anleitung
    Die Spielanleitungen.
  • Pummeleinhorn Freunde
    Die Freunde von Pummeleinhorn dienen als Trennfiguren.
  • Pummeleinhorn Kekskarten
    Die Kekskarten.
  • Pummeleinhorn Karte Rueckseite
    Die Rückseite der Kekskarten.
  • Pummeleinhorn Spielfigur
    Die Pummeleinhorn-Spielfigur.
  • Pummeleinhorn Wuerfel
    Der Würfel mit zwei Sonderseiten.
  • Pummeleinhorn Wuerfel andere Ansicht
    Zwei andere Sonderseiten des Spielwürfels.


    Spielablauf:

    Wer die höchste Kekskarte mit Pummeleinhorn-Symbol unter seinen Karten liegen hat, legt diese verdeckt in die Kreismitte und ersetzt sie durch die Pummeleinhorn-Figur. Diese muss eindeutig in eine Richtung schauen, entweder mit oder gegen den Uhrzeigersinn. Die Blickrichtung ist gleichzeitig die Laufrichtung. Der Spieler, der das Pummeleinhorn nun in seiner Kartenstrecke stehen hat, darf auch beginnen. Je nach Würfelsymbol muss er eine Aktion ausführen. Der Würfel zeigt:

    • Die Zahl 2, 3 oder 5: Pummel wird in Blickrichtung die entsprechende Zahl vorwärts gezogen.

    • Das Symbol "1-5": Der Spieler darf Pummel nach Wahl ein Feld, zwei, drei, vier oder fünf Felder weiterziehen. Aber auch dabei stets in Blickrichtung.

    • Ein Pfeilsymbol: Pummel wechselt die Blick- und somit Laufrichtung und der Spieler würfelt gleich noch einmal.

    • Ein Kartensymbol: Der Spieler darf eine verdeckte Karte aus der Mitte nehmen, aufdecken und an beliebiger Stelle in seine Kartenstrecke legen. Danach darf der Spieler nochmals würfeln.

    Am Ende landet Pummel zwingend auf einer Kekskarte. Hungrig, wie dieses Einhorn nun einmal ist, frisst es blitzschnell alle Kekse auf. Der Spieler legt die Karte verdeckt in die Mitte und macht dabei laut „Nom Nom“ (vergisst man die lautmalerische Begleitung beim Karten verdecken, hat das allerdings keinerlei Auswirkungen auf den Spielverlauf).


    Bewertung:

    Auf den ersten Blick fällt eines auf: Das Spielprinzip ist bereits vom Kinderspiel „Sabrina Stachelschwein“ aus demselben Verlag bekannt. Lediglich das Thema wurde an die aktuellen Trends angepasst. Denn Einhörner sind nach wie vor in. Das tut dem Spielspaß aber keinen Abbruch. Vor allem jüngere Kinder lieben die bunten Pummeleinhorn-Figuren. Nur allzu gern werden erwachsene Mitspieler daran erinnert, doch bitte auch Mampf-Geräusche zu machen, wenn sie eine Karte in die Mitte legen. Und voller Freude werden die Kekskarten der Mitspieler an das Pummeleinhorn verfüttert.

    Vor allem zu Beginn, wenn noch viele Karten in den einzelnen Strecken der Spieler liegen, kommt es aber vor, dass ein Mitspieler mehrmals hintereinander würfeln darf. In einigen Runden waren bis zu fünf/sechs Würfe am Stück keine Seltenheit. Wenn abwechselnd der Richtungswechsel und kleine Zahlen gewürfelt werden, geht das schnell. Es ist gerade für jüngere Kinder nicht schön, wenn sie eine längere Zeit nicht an die Reihe kommen und zuschauen müssen. Erst, wenn ein Großteil der Karten verdeckt in der Mitte liegt, gleicht sich dieses Manko aus.

    Apropos Karten in der Mitte: Der Memory-Effekt fällt beim „Pummeleinhorn Kekfe Marathon“ sehr gering aus. Denn nur eine Würfelseite gibt die Möglichkeit, eine Karte aus der Mitte zurückzunehmen. Natürlich ist es gut, sich dann gemerkt zu haben, wo Kekskarten mit hohen Werten liegen. Spielentscheidend ist dies aber meist nicht. Im Gegenteil. Ein Großteil des Spiels wird durch das Würfelglück bestimmt. Lediglich, wenn die Wahlmöglichkeit „1-5“ gewürfelt wird, besteht ein wenig Chance auf Taktik. Denn dann kann man selbst entscheiden, wie weit das Einhorn zieht. Sinnvoll ist es dann, eine möglichst hohe Kekskarte eines Mitspielers an das Pummeleinhorn zu verfüttern. Denn am Ende gewinnt, wer noch meisten Kekse (nicht Karten!) sein eigen nennt. Das Spiel endet, sobald ein Mitspieler keine Karten mehr in seinem Abschnitt liegen hat.

    Tipp der Redaktion: Auf der Packung steht zwar für zwei bis fünf Spieler, unsere Erfahrungen haben aber gezeigt, dass mindestens drei Spieler nötig sind, um das Spiel abwechslungsreich zu gestalten. Bei zwei Spielern ist eine Partie zu schnell zu Ende und meist bleibt ein Spieler frustriert zurück, weil er kaum an die Reihe kommt. Sofern Kinder schon mit Zahlen umgehen können, ist der Pummeleinhorn Kekfe Marathon auch schon für jüngere Mitspieler geeignet.


    Fazit:

    Der Pummeleinhorn Kekfe Marathon ist ein wunderschön illustriertes Spiel für Zwischendurch. Gerade jüngere Kinder haben viel Spaß am Würfeln, Ziehen und „Kekfe mampfen“. Natürlich kommt auch Schadenfreude auf, wenn einem Mitspieler besonders viele Kekse weggefuttert werden. Taktische Tiefe und abendfüllende Spielerunden darf man natürlich nicht erwarten. Der Pummeleinhorn Kekfe Marathon ist ein sehr glückslastiges Würfelspiel, das aber trotzdem ein Spaß für die ganze Familie ist. Und das auch für mehrere Runden hintereinander. Das Material ist wertig und stabil, lediglich die Kekskarten könnten etwas dicker sein.

    Ihr solltet Euch „Pummeleinhorn Kekfe Marathon“ zulegen, wenn…

    …Ihr große Einhorn-Fans seid

    …Ihr ein kindgerechtes, einfach zu lernendes Spiel für Zwischendurch sucht

    …Ihr gern Kekse esst

    Ihr solltet einen Bogen um „Pummeleinhorn Kekfe Marathon“ machen, wenn…

    …Ihr nicht an Einhörner glaubt

    …Ihr keine Spiele mögt, die fast nur vom Würfelglück bestimmt sind

     

    Unsere Bewertung in Sternen (0 bis 5)

    Glück/Zufall:
    Wissen:              
    Logisches Denken:
    Gedächtnis:
    Strategie/Taktik:
    Interaktion:
    Geschicklichkeit:

     

    Langzeitspielspaß:
    Spielmaterial:
    Spielanleitung:
    Kartonaufteilung:
    Gesamtdesign:
     
    Gesamtbewertung:

     

    Wir danken dem Pegasus-Verlag für die Bereitsstellung eines Rezensionsexemplars.

    Fotos: © Pegasus, Redaktion Spieledorf

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