Tickets gibt es nur online, Besucherparkplätze liegen nicht direkt an den Hallen und ohne Powerbank kann der Messetag unerwartet kurz werden. Unser Ratgeber hilft bei der Planung von Anreise, Unterkunft und Messetasche.
Ein Besuch der SPIEL Essen beginnt nicht erst am Eingang der Messehallen. Wer Ticket, Anreise und Übernachtung rechtzeitig organisiert und die Messetasche vernünftig packt, erspart sich am eigentlichen Besuchstag einige unangenehme Überraschungen. Das gilt besonders für die Anreise mit dem Auto: Parkplätze unmittelbar an den Messehallen stehen normalen Besuchern nur sehr eingeschränkt zur Verfügung. Einfach auf gut Glück bis zum Messegelände zu fahren, ist deshalb keine besonders aussichtsreiche Strategie.
Das Wichtigste in Kürze
Eintrittskarten für die SPIEL Essen sind ausschließlich online erhältlich. Eine Tageskasse vor Ort gibt es nicht mehr. Da einzelne Messetage bereits im Vorfeld ausverkauft sein können, empfiehlt sich ein frühzeitiger Ticketkauf.
Für die Anreise empfiehlt der Veranstalter öffentliche Verkehrsmittel. Vom Essener Hauptbahnhof fährt die U11 direkt zu den Messeeingängen. Autofahrer sollten gezielt die Besucherparkplätze P2 oder P10 ansteuern. Beide liegen nicht unmittelbar an den Hallen und sind über Shuttlebusse mit dem Messegelände verbunden. Viele der näher gelegenen Parkflächen bleiben Ausstellern, Pressevertretern und Fachbesuchern vorbehalten.
In die Messetasche gehören neben dem Ticket ein Smartphone mit Powerbank, eine Trinkflasche, ein kleiner Snack, benötigte Medikamente und möglichst wenig unnötiger Ballast. Bequeme Schuhe sind ebenfalls unverzichtbar. Was morgens noch wie ein überschaubarer Weg durch einige Messehallen aussieht, summiert sich bis zum Abend erstaunlich zuverlässig.
Wann findet die SPIEL Essen 2026 statt?
Die SPIEL Essen 2026 wird vom 22. bis zum 25. Oktober auf dem Gelände der Messe Essen veranstaltet. Von Donnerstag bis Samstag sind die Hallen von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Am Sonntag endet die Messe bereits um 18 Uhr.
Diese Öffnungszeiten geben allerdings nur den offiziellen Rahmen vor. Für Anfahrt, Parkplatzsuche, Shuttlebus, Einlass und Garderobe muss zusätzliche Zeit eingeplant werden. Wer um 10 Uhr am ersten Wunschstand stehen möchte, kann nicht um 9.55 Uhr auf einem der Besucherparkplätze eintreffen.
Auch zum Ende des Tages ist etwas Luft sinnvoll. Garderoben, Haltestellen, Shuttlebusse und Parkplatzausfahrten werden nicht dadurch leerer, dass alle ungefähr gleichzeitig nach Hause möchten. Besonders bei einer gebuchten Zugverbindung sollte der Weg vom letzten Messestand zum Essener Hauptbahnhof großzügig kalkuliert werden.
Tickets für die SPIEL Essen gibt es nur online
Eintrittskarten werden seit 2025 ausschließlich im Online-Ticketshop der SPIEL Essen verkauft. Vor Ort gibt es keine Tageskassen mehr. Ein spontaner Ticketkauf am Messeeingang ist somit nicht möglich – allenfalls über das Smartphone, so es noch Karten gibt.
Denn für jeden Messetag steht ein eigenes Kontingent zur Verfügung steht. Einzelne Tage können bereits vor Beginn der SPIEL ausverkauft sein. Besonders beim traditionell stark besuchten Samstag ist es keine gute Idee, bis zum letzten Moment zu warten.
Für 2026 kostet ein reguläres Tagesticket nach Ende des Frühbucherzeitraums 25 Euro. Für Kinder von vier bis zwölf Jahren werden 16 Euro berechnet, das ermäßigte Ticket kostet 22 Euro. Das Familienticket für zwei Erwachsene und bis zu drei Kinder zwischen vier und zwölf Jahren ist für 67 Euro erhältlich. Kinder unter vier Jahren haben freien Eintritt. Preise und Bedingungen können sich jährlich ändern und sollten deshalb vor dem Kauf auf der offiziellen Ticketseite der SPIEL Essen überprüft werden.
Beim Kauf wird das Ticket einem bestimmten Besuchstag zugeordnet. Eine nachträgliche Änderung auf einen anderen Tag ist laut Veranstalter nicht möglich. Bei einem mehrtägigen Besuch ist daher bereits während der Bestellung genau auf die ausgewählten Daten zu achten.
Das Ticket kann auf dem Smartphone vorgezeigt und auch in der SPIEL-App hinterlegt werden. Trotzdem ist es sinnvoll, die Datei zusätzlich so zu speichern, dass sie ohne Internetverbindung geöffnet werden kann. Eine weitere Absicherung bietet ein Ausdruck. Das mag etwas altmodisch wirken, benötigt aber weder Mobilfunkempfang noch Akkuleistung.
Was passiert, wenn das Ticket nicht mehr auffindbar ist?
Gekaufte Tickets lassen sich im Ticketshop erneut abrufen. Dazu ist eine Anmeldung mit der E-Mail-Adresse erforderlich, die beim Kauf verwendet wurde. Die Bestellung befindet sich anschließend im persönlichen Kundenkonto.
Die Bestellbestätigung und das Ticket sollten deshalb nicht irgendwo zwischen Newslettern, Versandmeldungen und Verlagsvorschauen im Postfach verschwinden. Ein eigener digitaler Ordner für die SPIEL-Unterlagen erleichtert die Suche. Dort können ebenso Hotelbuchung, Fahrkarten, Standlisten und andere Dokumente gespeichert werden.
Bei einem gemeinsamen Besuch sollte vorab geklärt werden, ob jeder Teilnehmer sein eigenes Ticket erhält oder eine Person sämtliche Eintrittskarten auf ihrem Smartphone verwaltet. Spätestens wenn sich die Gruppe vor dem Eingang auf verschiedene Warteschlangen verteilt, erweist sich die zweite Variante als wenig praktisch.
Kann das Messegelände zwischendurch verlassen werden?
Das Messegelände kann während des Besuchstages verlassen und später erneut betreten werden. Dafür ist beim Hinausgehen allerdings ein Wiedereintrittsbändchen erforderlich. Das ursprüngliche Ticket lässt sich nicht einfach ein zweites Mal einscannen.
Diese Möglichkeit ist vor allem für Besucher interessant, deren Unterkunft in der Nähe liegt oder die außerhalb des Geländes eine längere Pause einlegen möchten. Ohne Bändchen kann aus dem kurzen Ausflug allerdings ein endgültiger Abschied von der Messe werden.
Mit der Bahn zur SPIEL Essen
Die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist für viele Besucher die einfachste Lösung. Vom Essener Hauptbahnhof fährt die U-Bahn-Linie U11 direkt zum Messegelände. Die reine Fahrzeit beträgt laut Veranstalter etwa fünf Minuten. Während der SPIEL ist allerdings mit einem deutlich erhöhten Fahrgastaufkommen zu rechnen.
Die U11 bedient die für die Messe wichtigen Haltestellen Messe West/Süd und Messe Ost. Über Messe West/Süd werden die Eingänge West (Halle 3) und Süd (Halle 1) erreicht. Die Haltestelle Messe Ost liegt am Eingang Ost und führt durch das Hauotfoyer in Richtung Halle 8.
Welcher Ausstieg sinnvoll ist, hängt vom geplanten Startpunkt ab. Bei einem fest eingeplanten Verlag lohnt es sich deshalb, nicht nur dessen Halle, sondern auch den günstigsten Eingang zu ermitteln. Ein vermeintlich kurzer Umweg kann sich bei vollen Gängen erheblich verlängern.
Bei der Anreise mit der Deutschen Bahn ist ebenfalls ein Zeitpuffer ratsam. Verspätungen und kurzfristige Gleiswechsel lassen sind eher die Regel als dien Ausnahme. Auch der Umstieg am Essener Hauptbahnhof kann bei großem Andrang länger dauern als an einem gewöhnlichen Werktag.
Für die Rückfahrt gilt dasselbe. Wer die Hallen erst mit dem offiziellen Messeschluss verlässt und wenige Minuten später einen fest gebuchten Fernzug erreichen muss, plant ausgesprochen optimistisch. Der Weg zum Ausgang, die Garderobe, eine volle U11 und der Umstieg am Hauptbahnhof benötigen Zeit.
Mit dem Auto zur SPIEL Essen
Die Messe Essen ist über die Autobahnen A52, A3, A40 und A42 erreichbar. Die Adresse lautet Messeplatz 1, 45131 Essen. Diese Adresse ins Navigationsgerät einzugeben, bedeutet jedoch nicht automatisch, dass sich direkt neben dem Eingang ein freier Besucherparkplatz findet.
Genau darin liegt eines der größten Missverständnisse bei der Anreise. Die Parkmöglichkeiten unmittelbar an den Messehallen sind stark eingeschränkt. Viele der nahegelegenen Stellflächen werden für Aussteller, Pressevertreter und Fachbesucher benötigt. Die Parkplätze P1 und P6 sind für diese Gruppen reserviert. Das mit einem Fachbesucherticket kombinierbare Parkticket für P6 steht normalen Besuchern nicht zur Verfügung.
P1 kann nach Angaben des Veranstalters gegebenenfalls ab 12 Uhr für normale Besucher geöffnet werden, sofern dort noch Plätze frei sind. Darauf sollte allerdings niemand seine Anreiseplanung stützen. Es handelt sich nicht um einen regulär verfügbaren Besucherparkplatz.
Normale Besucher werden ausdrücklich zu den Parkplätzen P2 und P10 geleitet. Bei einer Anreise mit dem Auto empfiehlt es sich deshalb, der aktuellen Ausschilderung zu folgen und diese beiden Parkflächen gezielt anzufahren. Das vorherige Abklappern sämtlicher näher gelegener Parkplätze kostet Zeit, erzeugt zusätzlichen Verkehr und endet womöglich trotzdem wieder auf P2 oder P10.
Parken auf P2 und P10
P2 und P10 sind die zentralen Besucherparkplätze für die SPIEL Essen. Beide liegen in einiger Entfernung zu den Messehallen und werden mit Shuttlebussen bedient.
Die Shuttlebusse fahren von P2 ab 8 Uhr und von P10 ab 8.30 Uhr. Nach Angaben des Veranstalters verkehren sie ungefähr alle zehn bis 15 Minuten. Die Fahrt bis zum Messegelände dauert abhängig von der Verkehrslage etwa 15 bis 20 Minuten. Nach Messeschluss fahren die Busse noch ungefähr eine weitere Stunde.
Die Parkplätze öffnen täglich ab 8 Uhr. Für 2026 kostet das Parken im Nahbereich auf P2 12 Euro pro Tag, auf P10 werden 10 Euro berechnet. Da Preise, Zufahrten und Abläufe geändert werden können, empfiehlt sich kurz vor der Veranstaltung ein Blick auf die aktuellen Anreiseinformationen der SPIEL Essen.
Der Shuttlebus gehört bei einer Anreise mit dem Auto fest zur benötigten Zeit. Wer um 9.45 Uhr auf P10 eintrifft, steht nicht automatisch um 10 Uhr in der ersten Messehalle. Zunächst muss ein Parkplatz gefunden, der Weg zur Haltestelle zurückgelegt und möglicherweise auf den nächsten Bus gewartet werden. Starker Verkehr kann die Fahrt zusätzlich verlängern.
Nach Messeschluss entsteht dasselbe Problem in umgekehrter Richtung. Deshalb sollte man sich merken, auf welchem Parkplatz und möglichst auch in welchem Bereich das Auto steht. Auf diesem riesigen Parkplatz verliert „irgendwo in der dritten oder fünften Reihe“ nach einem langen Messetag überraschend schnell an Präzision. Ein Foto vom Standort oder eine Markierung im Smartphone hilft.
Warum die Anfahrt direkt zu den Hallen keine gute Idee ist
Je mehr Autofahrer versuchen, möglichst nah an die Messeeingänge zu gelangen, desto dichter wird der Verkehr rund um das Gelände. Davon sind nicht nur die Autofahrer selbst betroffen. Auch die Shuttlebusse von P2 und P10 kommen dann schlechter voran.
Der Veranstalter empfiehlt deshalb ausdrücklich, entweder öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen oder direkt die vorgesehenen Besucherparkplätze P2 und P10 anzufahren. Das ist nicht so bequem wie ein Stellplatz unmittelbar vor der Halle, aber wesentlich realistischer.
Bei einer Unterkunft mit guter Verbindung zur U11 oder zum Essener Hauptbahnhof kann das Auto häufig dort stehen bleiben. Das spart die Parkplatzsuche und nach Messeende auch die Rückfahrt im dichten Verkehr. Auf den Messeparkplätzen dürfen Fahrzeuge außerdem nicht über Nacht abgestellt werden.
Mit dem Wohnmobil zur SPIEL Essen
Auf P2 stehen auch Plätze für Wohnmobile zur Verfügung. Diese können jedoch nicht spontan angesteuert werden, sondern müssen vorab bei der Messe Essen angefragt und reserviert werden.
Bei einem mehrtägigen Aufenthalt mit dem Wohnmobil ist daher eine frühzeitige Planung erforderlich. Alternativ nennt die Messe Campingplätze in der Umgebung. Der Oktober ist zwar nicht die klassische Hochsaison für Campingurlaube, während der SPIEL gelten in Essen jedoch andere Maßstäbe.
Mit dem Fahrrad zur Messe
An den Eingängen West und Ost stehen Abstellmöglichkeiten für Fahrräder zur Verfügung. Bei einer Unterkunft in Essen oder einem angrenzenden Stadtteil kann das Fahrrad daher eine Alternative zu Auto und U-Bahn sein.
Zu bedenken sind das häufig wechselhafte Oktoberwetter, die Dunkelheit am Abend und der Transport möglicher Spielekäufe. Eine kleine Kartenspielschachtel lässt sich noch problemlos verstauen. Ein umfangreiches Expertenspiel samt Erweiterung stellt an einen gewöhnlichen Fahrradkorb bereits andere Anforderungen.
Rechtzeitig eine Unterkunft buchen
Unterkünfte in der Nähe des Messegeländes und im Essener Stadtgebiet sind rund um die SPIEL besonders gefragt. Bei einem mehrtägigen Aufenthalt empfiehlt sich deshalb eine möglichst frühe Buchung. Das gilt vor allem für preisgünstige Hotels mit guter Verkehrsanbindung.
Ein Zimmer direkt neben der Messe ist praktisch, aber nicht zwingend erforderlich. Essen ist gut an die umliegenden Städte des Ruhrgebiets angebunden. Je nach Verbindung können auch Unterkünfte in Mülheim an der Ruhr, Bochum, Duisburg, Gelsenkirchen oder anderen Nachbarstädten infrage kommen.
Der niedrigere Zimmerpreis allein sollte allerdings nicht entscheiden. Ein Hotel, von dem aus morgens zunächst ein Bus, zwei Regionalzüge und anschließend die U11 benötigt werden, kann nach einem langen Messetag deutlich weniger attraktiv wirken als bei der Buchung.
Entscheidend ist daher nicht nur die Entfernung in Kilometern, sondern die tatsächliche Verbindung zur Messe. Wichtig sind die Dauer, die Zahl der Umstiege und die späteste sinnvolle Rückfahrt. Bei einer Anreise mit dem Auto sollten außerdem die Parkmöglichkeiten an der Unterkunft geprüft werden. Im besten Fall bleibt der Wagen dort stehen, während die Fahrt zur Messe mit öffentlichen Verkehrsmitteln erfolgt.
Die SPIEL-App vor dem Besuch einrichten
Die offizielle SPIEL-App enthält die Aussteller- und Neuheitenlisten, Hallenpläne, Veranstaltungen und eine Navigationsfunktion für das Messegelände. Auch Eintrittskarten können darin hinterlegt werden.
Für 2026 stehen die aktuellen Messeinhalte seit dem 3. September in der App zur Verfügung. Wer sie bereits mehrere Monate vorher herunterlädt, sieht zunächst möglicherweise noch die Daten des Vorjahres. Vor Beginn der konkreten Planung sollte deshalb geprüft werden, ob die Aktualisierung bereits erfolgt ist.
Interessante Aussteller und Spiele lassen sich als Favoriten speichern. Daraus entsteht eine persönliche Auswahl für den Messetag. Besonders wichtige Standnummern sollten trotzdem zusätzlich als Screenshot oder Notiz gesichert werden.
In den Messehallen gibt es kein frei verfügbares Besucher-WLAN. Kostenlose Hotspots stehen lediglich in den Foyers der Eingänge Ost, Süd und West zur Verfügung. Auch das Mobilfunknetz kann bei vielen Besuchern gleichzeitig an seine Grenzen geraten. Alles, was am Messetag unverzichtbar ist, sollte daher offline verfügbar sein.
Was gehört in die Messetasche?
Die ideale Messetasche ist groß genug für die wirklich benötigten Dinge, aber nicht so groß, dass sie in jedem vollen Gang andere Besucher rammt. Ein bequem zu tragender Rucksack oder eine Umhängetasche eignen sich besser als ein Modell, das den gesamten Tag in einer Hand getragen werden muss.
In die Messetasche gehören:
- Eintrittskarte auf dem Smartphone und möglichst zusätzlich als Ausdruck
- Smartphone
- vollständig geladene Powerbank
- passendes Ladekabel
- Trinkflasche
- kleiner, unkompliziert essbarer Snack
- Portemonnaie
- etwas Bargeld
- benötigte Medikamente
- Taschentücher
- persönliche Standliste oder Hallenplan
- Stift und kleine Notizmöglichkeit
- leichter Stoffbeutel für kleinere Einkäufe
- gegebenenfalls Pflaster für beanspruchte Füße
Die Powerbank sollte nicht nur mitgenommen, sondern vorher tatsächlich aufgeladen werden (wir schreiben das aus gutem Grund…). Dasselbe gilt für das Smartphone.
Auch beim Trinkgefäß lohnt sich eine alltagstaugliche Lösung. Eine leichte und auslaufsichere Kunststoffflasche mit Trinkaufsatz ist für die Messe erfahrungsgemäß recht praktisch.
Eigene Speisen und Getränke dürfen auf das Gelände mitgenommen werden. Zusätzlich gibt es gastronomische Angebote. Ein kleiner Snack in der Tasche verhindert trotzdem, dass bei der ersten längeren Warteschlange sofort die Stimmung absackt.
Bargeld oder Kartenzahlung?
An den Verkaufsständen existiert kein einheitliches Bezahlsystem. Viele Aussteller akzeptieren Kartenzahlung, manche – vor allem kleinere Verlage – nur Bargeld. Technische Störungen oder eine schwache Verbindung können die Kartenlesegeräte außerdem vorübergehend außer Gefecht setzen, was tatsächlich nicht selten vorkommt.
Etwas Bargeld mitzunehmen ist daher sinnvoll. Auf dem Messegelände befinden sich zwar Geldautomaten, diese können wegen der starken Nutzung allerdings zeitweise leer sein – und sind es in der Regel ab etwa 14 Uhr auch. Wer erst beim Bezahlen feststellt, dass der betreffende Stand keine Karte akzeptiert, sollte sich nicht darauf verlassen, innerhalb weniger Minuten frisches Bargeld zu bekommen.
Welche Kleidung eignet sich für die SPIEL?
Die wichtigste Entscheidung betrifft die Schuhe. Sie sollten bequem und bereits eingelaufen sein. Neue Schuhe am ersten Messetag einzuweihen, ist ein Experiment mit recht vorhersehbarem Ergebnis.
In den Hallen kann es durch die vielen Menschen und die Beleuchtung warm werden, während morgens auf dem Weg zur Messe und abends bei der Rückfahrt deutlich niedrigere Temperaturen herrschen können. Kleidung nach dem Zwiebelprinzip ist deshalb sinnvoll. Mehrere leichte Schichten lassen sich besser anpassen als ein sehr warmer Pullover, der nach einer Stunde nur noch durch die Hallen getragen wird.
Eine schwere Jacke kann man an der Garderobe abgeben. Garderoben gibt es an den Eingängen Ost, Süd und West. Dort werden Jacken und kleinere Taschen gegen Gebühr verwahrt. Für größere Taschen und Koffer steht am Ende der Galeria in Richtung Halle 3 eine gesonderte Koffergarderobe zur Verfügung.
Garderobe, Schließfächer und Gepäckaufbewahrung
Für 2026 kostet die einmalige Abgabe einer Jacke oder kleineren Tasche an der Garderobe 3 Euro. Auch größere Taschen und Koffer können für 3 Euro an der Koffergarderobe abgegeben werden. Diese Gepäckstücke lassen sich während des Tages gegen eine zusätzliche Gebühr erneut befüllen. Das kann praktisch sein, wenn bereits gekaufte Spiele nicht stundenlang durch die Hallen getragen werden sollen.
Zusätzlich gibt es kostenpflichtige Schließfächer in den Foyers West und Süd. Die Zahl der Fächer ist allerdings begrenzt. Meist sind diese schon ab dem Vortag, an dem die Pressekonferenz stattfindet, belegt. Dass die Schlüssel offiziell nicht mitgenommen werden dürfen, steht auf einem andere Blatt. Die gesamte Gepäckplanung sollte daher nicht darauf beruhen, morgens auf jeden Fall noch ein freies Fach zu finden.
Große Rollkoffer, Trolleys oder Bollerwagen wirken zunächst wie eine geniale Lösung für umfangreiche Einkäufe. In vollen Gängen werden sie jedoch schnell zum Hindernis. Der Veranstalter rät insbesondere von Bollerwagen ab, weil sie bei großem Andrang ein Verletzungsrisiko darstellen können.
Für sehr umfangreiche Einkäufe steht auf der SPIEL außerdem ein kostenpflichtiger Versandservice zur Verfügung. Standort und Bedingungen können sich ändern und sollten für das jeweilige Messejahr überprüft werden.
Hallenplan und Wunschziele vorbereiten
Vor dem Besuch empfiehlt sich eine Auswahl der Aussteller und Spiele, die besonders interessant erscheinen. Entscheidend sind nicht nur die Verlagsnamen, sondern die vollständigen Standnummern.
Eine Sortierung nach Hallen vermeidet unnötige Wege quer über das Gelände. Ein minutengenauer Tagesplan ist dennoch nicht nötig. Freie Spieltische, Wartezeiten und spontane Entdeckungen halten sich erfahrungsgemäß nur selten an vorher erstellte Ablaufpläne.
Für den Anfang genügt eine überschaubare Einteilung: einige Stände, die unbedingt besucht werden sollen, einige Spiele, die nach Möglichkeit ausprobiert werden, und weitere Aussteller für den Fall, dass genügend Zeit bleibt.
Mehr braucht es nicht. Eine Neuheitenliste mit 150 Pflichtpunkten ist keine Planung, sondern eine vorab erstellte Niederlage (haben wir alles schon durch).
Den richtigen Eingang wählen
Die Messe verfügt über die Eingänge Ost, Süd und West. Welcher davon sinnvoll ist, hängt von der Anreise und den ersten geplanten Zielen ab.
Die U11 hält an Messe West/Süd sowie Messe Ost. Liegt der erste wichtige Stand bereits fest, kann der dafür günstigere Ausstieg und Eingang gewählt werden. Autofahrer werden mit den Shuttlebussen zu den vorgesehenen Haltepunkten gebracht und orientieren sich anschließend auf dem Gelände.
Der gewählte Eingang ist vor allem am Morgen relevant. Später lassen sich sämtliche Hallen innerhalb des Messegeländes erreichen. Trotzdem kann ein gut gewählter Startpunkt die ersten langen Wege des Tages vermeiden.
Auch die Rückfahrt gehört zur Planung
Bei der Vorbereitung konzentriert sich vieles auf den Beginn des Messetages. Dabei verdient auch das Ende etwas Aufmerksamkeit.
Von P2 oder P10 führt der Rückweg zunächst wieder zum Shuttlebus. Bahnreisende treffen nach Messeschluss auf viele andere Besucher mit demselben Plan. Hinzu kommen Garderobe, Toilettenbesuch, letzte Einkäufe und der Weg aus der aktuellen Halle zum passenden Ausgang.
Entscheidend ist deshalb nicht nur, wann die Messe offiziell schließt, sondern wann der Rückweg beginnen sollte. Das gilt besonders für den Sonntag mit seiner früheren Schließzeit und für fest gebuchte Fernzüge.
Vor dem endgültigen Verlassen des Geländes empfiehlt sich außerdem eine kurze Bestandsaufnahme: Jacke, Tasche, Koffer und sämtliche Einkäufe sollten tatsächlich mit auf dem Heimweg sein. Nach mehreren Stunden voller Eindrücke ist selbst das keine völlig überflüssige Erinnerung.
Gute Vorbereitung beginnt vor dem Messeeingang
Ein Besuch der SPIEL Essen muss nicht bis ins letzte Detail durchorganisiert werden. Eintrittskarte, Anreise und Unterkunft sollten allerdings rechtzeitig feststehen. Besonders Autofahrer müssen berücksichtigen, dass die Parkmöglichkeiten direkt an den Messehallen stark eingeschränkt sind. Für normale Besucher sind P2 und P10 mit ihren Shuttleverbindungen vorgesehen.
Das ausschließlich online erhältliche Ticket sollte frühzeitig gekauft und zusätzlich offline gespeichert werden. Auch ein vollständig geladenes Smartphone und eine tatsächlich einsatzbereite Powerbank gehören zur Vorbereitung. Eine leichte, sinnvoll gepackte Messetasche, bequeme Schuhe und großzügige Zeitpuffer erleichtern den Tag erheblich.
So beginnt der Messebesuch nicht mit Parkplatzsuche, leerem Akku und der Erkenntnis, dass es am Eingang keine Kasse mehr gibt. Stattdessen bleibt mehr Zeit für das, worum es auf der SPIEL eigentlich geht: Spiele entdecken, ausprobieren und einen ziemlich besonderen Tag erleben.
Grafik: © Redaktion Spieledorf (KI-generiert mit DALL∙E)