Spiel '21: Endlich wieder spielen

Nun ist es ja nicht so, dass im vergangenen Jahr nicht gespielt wurde – im Gegenteil. Der Spielemarkt ist so rasant gewachsen wie nie. Aber: Spielen in Essen, das hat gefehlt. Und war in diesem Jahr endlich wieder möglich.

Spiel 21 zauberbergDer Friedhelm Merz Verlag als Organisator der Spiel ‘21 hat alle Hebel in Bewegung gesetzt, um in diesem Jahr die Internationalen Spieltage als Präsenzmesse durchführen zu können. Dabei musste man viele Risiken eingehen, doch das Ergebnis zeigt: Es hat sich gelohnt.

Spiel '21: Wundervoll und anders

Nach vier Tagen Messe in Essen lässt sich sagen: Es war wundervoll. Anders, aber wundervoll. Die Atmosphäre in den Hallen, an den Spieltischen, an den Verkaufsständen. Vieles war nicht so wie immer, manches war besser, manche schlechter. Das bleibt unter solch besonderen Bedingungen jedoch auch nicht aus. Ein absoluter Pluspunkt waren die breiteren Gänge. Diese dürfen gern auch in den kommenden Jahren beibehalten werden. Ein weiterer Pluspunkt war die perfekte Vorbereitung aller Aussteller.

An allen Ständen gab es ausreichend Desinfektionsmittel und die Sicherheit der Besucher stand im Vordergrund. So hatten beispielsweise die Verlage Amigo und Plan B ihre Messestände abgesperrt. Betreten durfte man sie nur, wenn ein Spieltisch frei war. Das sorgte zwar zeitweise für ein wenig Schlangestehen, aber auch für ein gutes Gefühl. Zudem hatte Amigo seinen sonst auf dem Stand befindlichen Shop auf die Rückseite ausgelagert, um den Andrang zu entzerren. Der Kosmos-Verlag hingegen hatte gleich seine komplette Standfläche quasi verdoppelt – und belegte den Platz, den sonst Asmodee in Halle 3 einnimmt, gleich mit.

Definitiv ungewohnt dürfte für viele Besucher gewesen sein, dass in allen Hallen noch Platz war, der durch Stellwände entsprechend kaschiert wurde. Dabei sollte klar sein, dass rund 600 Aussteller auch bei großzügiger Verteilung nicht den gleichen Platz belegen können wie die 1200 im Jahr 2019. Durch das Fehlen zahlreicher Aussteller hatte sich natürlich auch bei der Hallenbelegung einiges geändert. Wer aus Gewohnheit direkt zum  Lieblingsstand flitzen wollte, musste dieses Mal mitunter einen anderen Weg nehmen.

Nicht alle Neuheiten vor Ort

Der Trend der diesjährigen Messe: Lieferschwierigkeiten. Viele angekündigte Neuheiten hatten es letztlich nicht pünktlich zur Messe geschafft. Das gab es alle Jahre wieder einmal, doch nicht in der Menge wie 2021. Für die Verlage mehr als ärgerlich, wenn ihre Zugpferde nur in kleiner Auflage zum Verkauf standen oder im schlimmsten Fall gänzlich fehlten. Der Freude der Besucher tat das keinen Abbruch. Alle waren viel zu glücklich, endlich wieder miteinander spielen zu können, vor Ort die Neuheiten zu testen und sich in Brettspielwelten zu verlieren.

Der Friedhelm Merz Verlag ist mit der Planung der Präsenzmesse ein großes Risiko eingegangen. Aber eines, das sich gelohnt hat. Die Stimmung war bei Ausstellern und Besuchern durchweg positiv, fast schon ausgelassen. Und jetzt, wo wir wissen, dass eine Spielemesse auch während einer Pandemie funktioniert, können wir hoffentlich auch für 2022 sagen: „Wir sehen uns in Essen.“

Seine ganz persönliche Meinung zum Sicherheitskonzept verrät Mr. Meeple hier.

Eine Bildergalerie von Neuheitenschau und Messe gibt es hier.

Foto: © spieledorf.net

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