Spiel.digital erfolgreich gestartet

Wer die vollen Foyers der Messe Essen um kurz vor 10 Uhr an jedem Tag der Spiel kennt, konnte sich vorstellen, dass der Andrang bei der ersten Spiel.digital nicht geringer ausfallen würde. Und so kam es dann auch: Pünktlich um 10 Uhr gingen erst einmal die Server in die Knie.

Mit etwa 40 Minuten Verspätung konnte das Abenteuer Spiel.digital beginnen – wenn auch anfangs noch mit etwas Server-Holpern. Letztlich spricht das aber auch für das Event. Die Beliebtheit der Spiel ist auch online ungebrochen. Und wer Neuland betritt (und das mit solcher Leidenschaft wie das Team des Friedhelm Merz Verlags) verdient ohnehin Dank und keine Schelte, nur weil es ein paar Startschwierigkeiten gibt.

Screenshot PapagenoFür uns hieß es am ersten Tag: Einen Überblick verschaffen, Spiele für unsere Zielgruppe sichten und Videos schauen. Dabei entdeckt man dann so schöne Nebeneffekte wie bei Helvetiq, die das Video zu ihrem Spiel „Papageno“ passenderweise mit den Klängen aus Mozarts Zauberflöte untermalt haben.

Schon vor der Messe war klar, dass das Spiel „Tuppfehler“ von moses weit oben auf unserer Liste steht – ausnahmsweise haben wir dabei mal nicht an die Screenshot TuppfehlerZielgruppe gedacht, sondern an uns selbst. Sind wir doch als Journalisten sehr daran interessiert Tupp- pardon Tippfehler zu vermeiden (auch wenn das nicht immer funktioniert). Der erste Eindruck war sehr gut. Tuppfehler gehört sicher zu den Spielen, die wir uns später noch genauer anschauen werden.

Online fehlt die gewohnte Struktur

De facto ist es online zeitintensiver die Neuheiten zu sichten. Während man auf der Messe durch die Hallen flaniert und die Spiele aufgebaut sieht, muss man sich online durch die Themenwelten klicken – das wird nicht gerade dadurch erleichtert, dass sich die Kacheln der Verlage jedes Mal neu sortieren. Hatten wir anfangs die Idee, uns von oben nach unten durch die kachelförmigen „Messestände“ zu arbeiten, war schon beim zweiten Aufruf der Seite klar, dass das nichts wird. Also treiben lassen, wie in Essen auch. Leider fällt da dann doch das ein oder andere Spiel unter den Tisch, das man live auf der Messe vielleicht nur aus dem Augenwinkel gesehen, aber aufgrund der Optik interessant gefunden und genauer in Augenschein genommen hätte. Ob wir es schaffen werden, in vier Tagen zumindest alle Stände in der Themenwelt „Familienspiele“ zu sichten, wird sich zeigen.

Palavan SteffenDefinitiv gehört für uns immer ein Besuch bei Steffen-Spiele dazu. Umso mehr, als schon die ersten Ankündigungen neugierig machten. Die Erklärvideos für alle drei Neuheiten – „Palavan“, „Volterra“ und „Rettet Rapunzel“ – sind kurz, aber gut verständlich. Sie wecken Erinnerungen an die Live-Erklärungen am Stand in Essen. Am meisten überzeugte uns „Palavan“. Auch „Volterra“, ein Turmbauspiel macht Lust auf mehr. Der innere Monk schreit dabei aber auf: Für das Cover des Spiels namens „Volterra“ stand die Skyline der Nachbarstadt San Gimignano Pate (und das ist eigentlich auch die mit den vielen Türmen) – aber Volterra ist wohl einfacher auszusprechen. „Rettet Rapunzel“, ein Schnippspiel, sieht ebenfalls spannend aus. Da muss sich jedoch im Live-Test zeigen, ob der erste Eindruck überzeugen kann. Wer keine komplett glatten Tischplatten zu Hause hat, wird mit diesem Spiel vermutlich nicht glücklich werden.

Am ersten Tag noch kein Tabletopia-Test

Magnefix ScreenshotNach der Hälfte des Tages gibt’s eine Notiz an uns selbst: Am Freitag strukturierter vorgehen. Wir haben zwar schon viel gesehen, aber irgendwie weniger als sonst in Essen. Vielleicht täuscht der Eindruck aber auch. Bei Amigo interessierten uns besonders „Magnefix“ und „Polar Pancic“, zwei Reaktionsspiele sowie „Chili Dice“, das zur Kategorie Roll & Write gehört. Bei allen dreien freuen wir uns auf den Live-Test. Auch beim Zoch Verlag haben es uns wieder viele Spiele angetan: Vor allem „Flotter Otter“ wollen wir in den kommenden Tagen noch auf Tabletopia testen. Mit „Kurz vor knapp“ geht das leider nicht, weil das Spielprinzip online nicht umzusetzen ist. Es geht um Augenmaß. Und Holzstäbe. Und Lücken. Da wird es beim Live-Test den einen oder anderen AHA-Moment geben.

Und sonst so? Auf den ersten Blick sind uns ziemlich viele Spiele mit dem Thema Katze begegnet. Diesem Trend werden wir noch gesondert nachgehen. Solo- und Zwei-Personen-Spiele boomen. Kein Wunder, wenn in Corona-Zeiten keine großen Gruppen zusammenkommen dürfen. Am Freitag geht es weiter. Dann – wie versprochen – etwas strukturierter.

Screenshots: Spiel.digital, Amigo, Steffen-Spiele, Helvetiq, moses

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